Nachtrag: Grill…

… nachdem wir nun bei zwei Händlern über Amazon, die den Weber Go-anywhere anbieten eine Stornierung unserer Bestellung erhalten haben (wohl doch nicht lieferbar…) sind wir nun auf die Alternative, den Weber Smokey Joe ausgewichen.

Naja, so ein Rundgrill war schon immer die bessere Wahl 😉

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Stiere und Shopping…

… unser Weg führte uns nach Pamplona. Ca. 5 km vor dem Stadtzentrum haben wir auf dem Camping „Ezcaba“ für 23 EUR/Nacht inkl. Strom eingecheckt (spätestens an den Campingplatzpreisen merkt man wieder, dass man nicht mehr in Portugal ist).

Von hier aus ging es mit dem Roller ins junge Stadtzentrum (Pamplona hat mehrere Universitäten), wo wir uns auf die Suche nach der „Stierroute“ begeben haben. Im Grunde auch der Hauptgrund unserer „Reise“ nach Pamplona.

Steht man auf der Route, beschleicht einen schon ein mulmiges Gefühl, dass hier einmal im Jahr die Stiere zur Arena durchgetrieben werden. Wir möchten in dieser Zeit zu mindest nicht in einer dieser Gassen stehen… und „verstehen“ warum der ein oder andere sich Mut antrinken muss…

Von Pamplona führte uns der Weg Richtung Süden, in die wüstenartige Landschaft „Bardenas Reales“. Eine kleine Teerstraße führt ca. 10 km in den Park, von dort gehen dann unendliche viele Kilometer Piste in diese faszinierende Landschaft. Zeitweise haben wir uns an Marokko erinnert gefühlt.

Nach diesem Ausflug steuerten wir unser Tagesziel an: Andorra.

Auf dem Weg dorthin haben wir auf einem Camping am schönen Lago de Baraslona halt gemacht (22EUR/Nacht inkl. Strom).

Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Andorra.

Nach einem ersten Versuch einfach quer über die Berge zu fahren (über super schmale Sträßchen und steile und enge Serpentinen), sind wir nach 15km wieder umgekehrt und haben uns für die längere aber bequemere große Nationalstraße nach Andorra entschieden.

(auf demWeg, langsam fängt alles an zu Blühen)

Auf dem Campingplatz „Valira“ direkt am Stadtzentrum der Hauptstadt Andorra la Vella haben wir ein nettes Plätzchen für 23EUR inkl. Strom und freiem WiFi gefunden.

(Blick Ausfahrt vom Campingplatz)

Die Stadt selbst ist anders als erwartet. Im Grunde ist sie eine einzige nicht besonders hübsche, endlose Shoppingmeile. Es scheint nur zwei Gründe zu geben hier her zu kommen. Skifahren und Einkaufen. Wir haben allen Versuchungen widerstanden, denn tatsächlich brauchen wir weder eine neue Uhr noch ein iPhone oder sonst was und sind am Abend in eine der größten Thermen der europäischen Bergwelt gegangen.

Draußen im 34Grad warmen Wasser sitzend auf die Berge schauen ist bei weitem spannender, als das 99ste Elektronikspielzeug zu kaufen.

(Hier ein etwas schöneres der Stadt. Wir erspaaren uns und euch Bilder vom Shopping Teil. Einfach eine nicht enden wollende häßliche Einkaufsstraße(n) vorstellen die in einem eigentlich schönen Tal liegt 🙂  )

Heute morgen zeigt das Thermometer gegen 8 Uhr keine 2 Grad.

Wir haben gesehen was wir sehen wollten und was wir nicht sehen wollten J.

Es geht weiter in wärmere Gefilde. Langsam aber sicher in Richtung Küste,  Empuriabrava und das Kite Event rufen. Am 02. April geht`s los…

Zwergstaat…

… nachdem wir uns gestern im Süden des Navarra Gebietes eine faszinierende wüstenähnliche Landschaft angeschaut haben (Bardenas Reales) ging es weiter Richtung Nord-Osten in die Berge, in die Nähe von Graus.

Hier haben wir übernachtet und fahren gleich weiter in den Zwergstaat Andorra, sofern der angesagte Schnee uns keinen Strich durch die Rechnung macht.

Alle Infos und Fotos zum gestrigen Tage folgen, wie immer, sobald wir wieder einen schnellen Internetzugang gefunden haben.

Ein Hospital auf hoher See und kostenloser Wein

Hier wie versprochen noch ein paar Impressionen aus Nordspanien.

Bevor wir über die Grenze fuhren, ging es noch in das portugiesische Viana do Castelo. Wir hatten uns ein Hospitalschiff, die „Gil Eannes“, ausgeguckt die wirklich beeindruckend war. Seit 1955 im Einsatz auf hoher See, wurde es 1997 zum Museum umfunktioniert. Von der Küche bis zum OP-Saal ist noch alles originalgetreu erhalten. Etwas beklemmend aber ziemlich interessant…

Spanien war dann schnell erreicht, Santiago de Compostella auch. Offenbar hat es nicht sein sollen, denn nach 3 Runden durch die Stadt haben wir nicht ansatzweise einen Parkplatz gefunden.

das Stadtschild bleibt das einzige Bild… 😦

Also ging es weiter an die Küste. Zunächst in die Fjord-Landschaft Galiziens, sehr schönes Panorama dort. Und traumhafte Strände (wie z.B. Playa Boco do Rio vor O Viso).

Ein geeigneter Übernachtungsplatz wollte sich jedoch nicht so recht finden, und die Campings sind hier doch tatsächlich noch alle geschlossen um diese Zeit. Also wählen wir einen „Ausweichplatz“ in Ferrol am Hafen.

Am nächsten Tag wartete die Costa Verde auf uns. Wer die komplette Küste fährt, rollt mal eben durch drei Provinzen (Galizien, Asturien, Kantabrien). Neben ein paar schönen Stränden (z.B. Playa de Sao Pedro), die jedoch wie wir finden insgesamt nicht mit den portugiesischen mithalten können, haben wir uns noch zwei sehenswerte Städtchen angeschaut, Llanes und Santillana del Mar. Letzterer war dann auch unser Nachtquartier. Llanes erinnert an ein Bergdorf in der Schweiz, hübsch, aber schon komisch sowas hier am Meer zu finden. Insgesamt ist die Landschaft extrem bergig, in der Verbindung mit der Architektur kommen Schweiz- und Sauerland-Assoziationen auf. Santillana del Mar gleicht einem Freiluftmuseum, das mittelalterliche Dorf steht komplett unter Denkmalschutz. Natürlich kaufen wir eine Flasche des für die Region bekannten Apfelweins, Sidra.

Weg von der Küste, hin zum Wein, hieß es dann gestern. Rioja und Navarra warten auf einen Besuch. Zugleich fahren wir damit einen Teil des „klassischen“ Pilgerwegs. Warum immer laufen, wenn man auch fahren kann? 😉 Mit dem Straßenschild Rioja beginnen die Weinberge (die jetzt natürlich noch alle kahl sind). Haro, das nette Weinstädtchen, wie unser Führer schreibt, ist größer als gedacht. Eine Bodega reiht sich an die nächste. In der Altstadt findet man unzählige Weinbars, die heut am Sonntag rappel voll sind. Wir wollen noch weiter. Überall sieht man Pilger, entweder allein oder in Gruppen. Hut ab! Navarra bietet dann noch mehr Weinberge, und deutlich schönere Städtchen als Rioja.

Unser Highlight aber: das Kloster Irache, dessen angeschlossene Bodega doch tatsächlich (für die Pilger) einen Weinbrunnen installiert hat. Ja, ihr habt richtig gehört, hier fließt Wein. KOSTENLOS! Leider gibt es eine Webcam so dass wir statt den geplanten 10 Kanistern nur die Gläser voll machen… 🙂

Stand der Dinge…

So, nachdem wir die West-Küste (Galizien) hinter uns gelassen haben, und auch die Costa Verde bestaunt haben, stehen wir nun in Santillana del Mar. Ein mittelalterliches Städtchen durch und durch.

Wenn wir wieder schnelles Internet haben, gibts mehr Infos und Bilder.

Ach ja, morgens geht’s auf  „Sauftour“… 😉 Wir fahren in die Provinz Rioja und dann ins Navarra. Prost…

Nachruf Portugal

Und schon sind wir wieder raus aus Portugal.

Schnief.

Ungefähr 6 Wochen waren wir zu Gast, in unserem neuen Lieblingsland. Und sind letztlich vollends überzeugt, dass Portugal wirklich was kann. Wunderschöne unverbaute Landschaften, inklusive toller Strände. Hilfsbereite, zuvorkommende und einfach nette Menschen. Kurze Distanzen (gerade für Womoreisen super!).  Traumhafte Möglichkeiten zum Freistehen. Kurzum, alles was man sich von einem Reiseland wünschen kann!

Liebe Portugiesen, ihr habt uns überzeugt! Wir kommen wieder…

Größter Markt und älteste Buchhandlung…

… wieder einmal ein Tag der Superlative.

Heute morgen um 9 Uhr ging es auf den Wochenmarkt in Barcelos, der angeblich Größte in Europa.

Das kann man sehr wohl glauben, wenn man inmitten des Platzes steht und überall nur Verkaufsstände sieht. Hier kriegt man wirklich alles, von Lebensmitteln, über Kleidung und sonstigen Textilien bis hin zu lustigen Dingen wie seltsamen Schuhen, Schnitzereien, Satteln, allerlei aus Blech und Eisen (keine Ahnung wofür das alles sein soll) – und natürlich zig Stände die den berühmten rot-schwarzen Hahn verkaufen.

Kleine Kurzgeschichte zum Hahn gefällig?

Die Legende besagt, dass im 14. Jahrhundert ein unschuldiger Mann aus Galizien gehängt werden sollte. In seiner Verzweiflung rief er den gerade speisenden Richtern zu: „Dieses gebratene Huhn wird krähen wenn ich die Wahrheit sage!“. Klar, der Hahn krähte, und seitdem ist der Hahn das Kultsymbol für Portugal.

(Natürlich haben wir auch einen gekauft! Eigentlich gleich zwei 😉 )

Von Barcelos ging es nun nach Porto, die heimliche Hauptstadt des Landes.

Neben Lissabon die einzige Großstadt Portugals. Trotz seiner 400.000 Einwohner eine wirklich schöne Stadt, wenn auch auffällig ist, dass die Häuser und Bauten insgesamt verfallener und maroder sind als in Lissabon. Aber auch oder gerade das hat hier seinen Charme.

Die Gassen sind wirklich einmalig, schmal, dunkel, grau, kaputte Fenster und Türen, abbröckelnde Fassaden.

Statt Kirchen und Klöstern haben wir uns heut die älteste Buchhandlung Portos ausgeguckt, Lello & Irmao. Ein wunderschöner kleiner Laden mit einer enorm großen, geschwungenen Holztreppe. Keine Ahnung wie viele Leute nur kommen um die Inneneinrichtung zu bestaunen, zu mindest waren wir nicht alleine dort, mit Fotoapparat bewaffnet 🙂

Ja, Porto kann was. Neben Lissabon eine wirklich sehenswerte Stadt. Durch die alten, teilweise verfallenen Fassaden und die malerische Lage am Douro vielleicht sogar etwas reizvoller anzuschauen…

(Praca da Ribeira)



(Lello & Irmao)


Man sagt: in Porto wird das Geld verdient, in Lissabon wird es ausgegeben. Da könnte was dran sein…