The Gib. Mal eben shoppen in England…

Wir sind mal eben 50 Kilometer nach England gefahren. Genauer, nach Gibraltar (genannt „The Gib“), das bis heute unter britischer Souveränität steht, mit allem was dazu gehört: es wird schönstes British English gesprochen, es gibt eine eigene Regierung, eine eigene Währung (Gibraltar-Pfund), eine ordnungsgemäße Grenze (an der man ungewohnter weise recht lange ansteht, außer man ist Rollerfahrer, so wie wir 🙂 und kann sogar teilweise erlaubt an der Schlange vorbeifahren).

Das besondere ist in der Tat, das Gibraltar (mehr oder minder) nur aus einem riesigen Fels besteht (Upper Rock genannt). Die Stadt hat sich dann drum herum gebildet. Dieser Fels ist nicht nur wegen seiner Form sondern vor allem wegen der (relativ) zahmen Berberaffen (die einzigen Freilebenden in Europa) bekannt.

Auch ganz witzig: Gibraltar besitzt den weltweit einzigen Flughafen, dessen Landebahn eine vierspurige Straße kreuzt. Über die auch wir gefahren sind – denn es gibt nur diesen Weg nach Gibraltar. Mehr Platz hatten die Engländer wohl nicht…

Das Zentrum von Gibraltar ist eine einzige Shopping-Meile, denn in Gibraltar shoppen heißt weitgehend steuerfrei einkaufen. Auf der „Main Street“ wechseln sich Elektrogeschäfte mit Juwelieren und Tabak-/Alkoholshops ab. Schade, dass wir so gar nichts brauchen… 😉

Natürlich besuchen auch wir die Affen auf dem Felsen. Wir nutzen die Seilbahn nach oben. Da heute alles nur die Hälfte kostet (warum auch immer) zahlen wir für die Hin- und Rückfahrt lediglich 4 Euro pro Person.

Sehr eindeutige und allgegenwärtige schriftliche und mündliche Warnhinweise erklären die Verhaltensregeln wie man sich gegenüber den gar nicht so kleinen Tieren verhalten soll. Wir haben gehörigen Respekt und halten Abstand. Sicher ist sicher. Manch anderer scheint da mutiger zu sein, und schon greift sich einer der Affen einen Schokoriegel aus dem Rucksack einer jungen Frau. Ganz schön clever und schnell, diese Viecher. Schon beeindruckend, sie so in „wirklich freier Wildbahn“ zu sehen.

Unser Fazit: witziges Erlebnis, mitten in Spanien plötzlich in England zu sein. Die Stadt ist eher durchschnittlich, es sei denn man will nach Herzenslust shoppen. Und: die Affen sind wirklich einen Besuch wert.

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