Knochen und weißer Mamor…

… hier nun noch ein paar Impressionen aus dem Alentejo.

Evoras Stadtkern gehört seit 1987 zum UNESCO Weltkulturerbe. Neben den schönen kleinen Gassen mit mittelalterlich-maurischen Häusern hat uns vor allem die Capelo dos Ossos, die Knochenkapelle, interessiert. Sie wurde seiner Zeit als Gebets- und Meditationsstätte genutzt und ist von oben bis unten mit Knochen ausgestattet (von mehr als 5000 Toten!). Ein beeindruckendes Bild und eine seltsame und zugleich spannende Atmosphäre.

(Nachwerk kaufen, ähnlich dem türkischen Honig, seeeehr lecker)

(so, und jetzt noch ein paar Maronen…)

(Römische Hinterlassenschaft, das einzig erhaltene Beispiel eines römischen Tempels auf der Iberischen Halbinsel… na dannn… 🙂  )

(Über der Tür steht sinngemäß:

„Unsere hier versammelten Gebeine warten nun auf Deine“)


(Alles echt. Keine Steine. Knochen. Menschliche Gebeine. Überall…)

Estremoz ist bereits seit dem Mittelalter für seinen Marmor berühmt. Den findet man auch an einigen Fassaden des Städtchens wieder. Nach einem kleinen Bummel hoch zum Castelo haben wir uns auf dem Rossio, dem Hauptplatz, einen Übernachtungsplatz gesucht. Ein schöner Platz mit toller Atmosphäre, wenn nachts die kleinen Häuser und die Burg beleuchtet sind.

(Hier steht die Zeit still, hätte sich da nicht das Einbahnstraßenschild ins Bild gemogelt).

(Marktplatz, zugleich unser Stellplatz).

(Immer noch der Marktplatz. Blick aus dem WoMo Fenster. Man könnte schlechter stehen 😉  )


Am nächsten Tag standen die beiden Orte Marvao und Castelo de Vide (kurz vor der spanischen Grenze) auf dem Plan, wobei uns Marvao deutlich besser gefallen hat. Beeindruckend liegt es auf fast 900 Höhenmeter mit einer gigantischen Sicht über Portugal und rüber nach Spanien. Einmalig ist dass man die Stadtmauer die den beschaulichen, mittelalterlichen Stadtkern umschließt einmal komplett per pedes umrunden kann. Eine Idylle und Ruhe die ihres Gleichen sucht…

(Auf der Mauer um die gnaze Stadt herum. Nichts für Höhenangst…)

(Blick vom Castelo auf das innerhalb der Mauern befindliche Dorf. Links liegt übrigens Spanien, quasi zum Greifen nahe, auch der Grund, warum man diese Festung überhaupt gebaut hat 😉  )

Ach ja, der Alentejo hat uns übrigens landschaftlich sehr gut gefallen. Endlose grüne Wiesen, ein Korkwald nach dem anderen, und unzählbare viele Kühe und Schafherden. Ein schönes Fleckchen Erde.

Und jetzt sind wir bereits wieder zurück an der Küste, in Foz do Arelho, der größten Lagune Portugals (wo ist der Wind?), was ein paar Kilometer oberhalb von Peniche liegt:)

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