Um die wichtigen Dinge kümmern!

Ja, endlich hat man Zeit, sich den elementaren Fragen des Lebens zu widmen.

Wie z.B.: was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Bullen und einem Stier?

Wenn man diese „Rindviecher“ den ganzen Tag vor der Nase hat, ist dies doch mal eine berechtigte Frage.

Na, weiß es jemand? Ey, und nicht googlen… 😉

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Wusstet ihr eigentlich…

… das alle Bilder in diesem Blog eine Beschreibung haben? Man sieht sie, wenn man die Maus auf das Bild bewegt.

Außerdem kann man jedes Bild anklicken und erhält dann das Bild im Großformat.

Ja, ja, viele haben’s vermutlich schon selbst rausgefunden. Aber sicher ist sicher (nicht das manch einer sich hier im Rätselraten versucht, so nach dem Motto „was könnte das auf dem Bild sein“…)

😉

The Gib. Mal eben shoppen in England…

Wir sind mal eben 50 Kilometer nach England gefahren. Genauer, nach Gibraltar (genannt „The Gib“), das bis heute unter britischer Souveränität steht, mit allem was dazu gehört: es wird schönstes British English gesprochen, es gibt eine eigene Regierung, eine eigene Währung (Gibraltar-Pfund), eine ordnungsgemäße Grenze (an der man ungewohnter weise recht lange ansteht, außer man ist Rollerfahrer, so wie wir 🙂 und kann sogar teilweise erlaubt an der Schlange vorbeifahren).

Das besondere ist in der Tat, das Gibraltar (mehr oder minder) nur aus einem riesigen Fels besteht (Upper Rock genannt). Die Stadt hat sich dann drum herum gebildet. Dieser Fels ist nicht nur wegen seiner Form sondern vor allem wegen der (relativ) zahmen Berberaffen (die einzigen Freilebenden in Europa) bekannt.

Auch ganz witzig: Gibraltar besitzt den weltweit einzigen Flughafen, dessen Landebahn eine vierspurige Straße kreuzt. Über die auch wir gefahren sind – denn es gibt nur diesen Weg nach Gibraltar. Mehr Platz hatten die Engländer wohl nicht…

Das Zentrum von Gibraltar ist eine einzige Shopping-Meile, denn in Gibraltar shoppen heißt weitgehend steuerfrei einkaufen. Auf der „Main Street“ wechseln sich Elektrogeschäfte mit Juwelieren und Tabak-/Alkoholshops ab. Schade, dass wir so gar nichts brauchen… 😉

Natürlich besuchen auch wir die Affen auf dem Felsen. Wir nutzen die Seilbahn nach oben. Da heute alles nur die Hälfte kostet (warum auch immer) zahlen wir für die Hin- und Rückfahrt lediglich 4 Euro pro Person.

Sehr eindeutige und allgegenwärtige schriftliche und mündliche Warnhinweise erklären die Verhaltensregeln wie man sich gegenüber den gar nicht so kleinen Tieren verhalten soll. Wir haben gehörigen Respekt und halten Abstand. Sicher ist sicher. Manch anderer scheint da mutiger zu sein, und schon greift sich einer der Affen einen Schokoriegel aus dem Rucksack einer jungen Frau. Ganz schön clever und schnell, diese Viecher. Schon beeindruckend, sie so in „wirklich freier Wildbahn“ zu sehen.

Unser Fazit: witziges Erlebnis, mitten in Spanien plötzlich in England zu sein. Die Stadt ist eher durchschnittlich, es sei denn man will nach Herzenslust shoppen. Und: die Affen sind wirklich einen Besuch wert.

Spanisches Gas…

… Eigentlich haben wir noch mehr als ausreichend Gas an Bord, dennoch dachten wir, „Was man hat das hat man“ und haben kurzer Hand eine volle spanische Repsol Gasflasche (die großen orangenen) einem kleinen Reiseveranstalter (macht geführte Touren durch Marokko und Tunesien und steht derzeit hier auf dem Campingplatz) für 23 Euro abgekauft.

Nun hat so eine Flasche keinerlei Anschlüsse für den Gasschlauch. Also ging es mit dem Roller direkt nach Tarifa in eine Ferreteria (so etwas wie ein Eisenwarenhandel oder auch Mini-Baumarkt).

Im besten span-glisch (Do you speak English, Si, No, Gracias) haben wir erklärt, dass wir einen „Adapter“ oder besser gesagt „Regler“ (Regulador) für die Flasche brauchen – denn während die deutschen Flaschen so etwas werkseitig verbaut haben, haben diese es eben nicht.

Die Details auf dem Weg zum eigentlich notwendigen „Regler“ wie noch einen neuen Gasschlauch, Schlauchschellen, Anschluss Adapter für den Euro-Adpter für den deutschen Adapter… sparen wir uns an dieser Stelle und sagen was man wirklich braucht:

  1. Regulador – ist mit einem Bajonettverschluss ausgestattet und wird einfach auf die Flasche gedrückt. Kosten: 9,50 Euro.
  2. Den Euro-Adapter Nr. 4 (in jedem Campinghandel in Deutschland zu bekommen; Euro-Set, mit 4 Schlauchadaptern, ca. 15 Euro) zum Verbinden des Reguladors mit dem deutschen Schlauch.

Fertig!

Den oben erwähnten Krempel wie weiteren Gasschlauch, Schlauchschellen etc kann man getrost in der Ferreteria lassen.

Falls jemand dringend  einen 30cm langen Gasschlauch, zwei Schlauchschellen und einen Schlauchadapter braucht, ich hätte da was günstig abzugeben… 🙂

Mal eben nach Marokko surfen? … hallo Tarifa!

Spanien hält wirklich einige Überraschungen bereit!

Erst die Hochhäuser von Benidorm, dann die mal mehr mal weniger hübschen Villen und Appartmentanlagen der Costa del Sol.

Und nun das: fährt man von Algeciras (das uns spontan groß und hässlich erscheint) Richtung Tarifa, taucht man innerhalb weniger Kilometer in eine andere Welt ein. Die Landschaft wird grüner, wie so häufig bergig. Kaum Häuser, keine Wohnsiedlungen oder gar Hotelanlagen, dafür Pferde und Kühe die sich hier scheinbar frei bewegen.

Es wird ruhiger. Und windiger. Ne, wat schön!

Wir rollen auf Tarifa zu und bleiben ca. 3 km nördlich von Tarifa auf dem (ersten) Campingplatz Rio Jara stehen. Von hier haben wir einen wunderschönen Blick auf’s Meer, Tarifa und Marokko und Tarifa selbst ist, wenn man mag, in Laufweite.

Der Preis für den Platz beträgt 25 EUR inkl. W-Lan das aber leider nur direkt vor der Rezeption zu empfangen ist. Dafür ist die Verbindung sehr schnell, Video-Skypen gestochen scharf.

Der Strand hier ist riesig. Feiner Sand. Und auch die Wassertemperatur sind noch recht angenehm.

Wir stehen an DEM Kite- und Surf-Mekka Europas! Und im Umkreis von einem Kilometer in beide Richtungen kein einziger Kiter auf dem Wasser. Was will man mehr? Hier bleiben wir etwas länger, wir haben ja Zeit! 🙂

Tarifa selbst ist übrigens  zu unserer Überraschung mit seiner kleinen hübschen Altstadt richtig schön. Es macht Spaß durch die kleinen Gassen zu gehen und in die immer wieder auftauchenden winzigen Geschäfte und Bars hineinzuschauen.

Ein echter Wahnsinn sind die unzähligen Surf- bzw. Kiteshops und -schulen die sich auf der Hauptstraße vor der Altstadt angesiedelt haben. So viele geballt an einem Ort haben wir tatsächlich noch nicht gesehen…

Eine gelungene Mischung von jungen, modernen Shops und Bars und dem alten Stadtkern mit seinen Cafes und Geschäften macht Tarifa nicht nur für Surfer und Kiter zu einem lohnenden Ziel.

Ein wirklich schönes Fleckchen Erde!

Die Wiege des Stierkampfes – das Bergdorf Ronda

Die Karte auf unserem Navi zeichnet eine Route mit unzähligen, winzigen Schlangenlinien, mit dem höchsten Punkt auf ca. 1200 Metern. Sagt uns, über diese bergige Straße wollen wir unser Womo nicht zwingen. Also machen wir diesen  Trip mit dem Roller. Immerhin 75 km eine Strecke von Cabopino – die bislang längste Tour auf 2 Rädern.

Ronda liegt weit im Hinterland. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich und reicht von bebauten Flächen mit zahlreichen Wohnanlagen bis zu einsamen kargen Felslandschaften. Die kurvenreiche Straße ist beliebt bei Motoradfahrern – was leider häufig auch weniger schöne Ereignisse mit sich zieht (immer wieder sieht man Kreuze am Straßenrand; auf dem Rückweg sehen wir ein Motorad im Straßengraben liegen).

Die alte 36.000- Einwohner-Stadt mit ihren weißen Häusern liegt hoch oben auf einem Berg. Diese Tatsache wird einem erst richtig bewusst, wenn man auf der alten Brücke steht, die Alt- und Neustadt verbindet und sich über die bis zu 160m tiefe Schlucht spannt. Beeindruckend, das kleine Städtchen an den gewaltigen Felswänden.

Dass es sich hier um DEN Wallfahrtsort für Stierkampfverehrer handelt, merkt man sofort. Nicht zuletzt natürlich an der Stierkampfarena, eine der ältesten Spaniens. Viele der berühmten Torreros waren hier zu hause. Bei stolzen 60m Durchmesser hatten die schon ein Stück zu laufen damit sie nicht aufgespießt wurden. Die Arena bietet Platz für immerhin 5.000 Zuschauer. Die 6 EUR Eintritt p.P. sind es wert.

Wir finden, eine etwas mühsame (weil bergige) Anfahrt, die sich lohnt!