La Manga (mar Menor), eine eigene Welt…

…genauer gesagt “Caravaning La Manga“.

(21Euro/Nacht für ein 8-m-WoMo inkl. Strom; W-Lan kostet extra z.B. 3 Stunden für unglaubliche 5,50 Euro, zudem langsame Verbindung).

Caravaning La Manga ist ein so genannter „Megaplatz“. 1000+ Plätze. Und ja, der ist verdammt „mega“…

Nicht nur die „Standards“ wie Tennis, Squash, Pool, Internetcafe und etliche Animationsprogramme – nein, sogar eine eigene Kirche! So stellt man sich die ultimative Camperstadt vor!

Und: Wo der Absatz der spritfressenden Ami-10-Meter-Monster-WoMo’s und -Trailer hingeht weiß ich jetzt. Die Briten kaufen diese Teile auf um sie ein einziges Mal zu bewegen, nach La Manga… Selten so viele diese Ungetüme in Reih und Glied gesehen. Und dann noch zweckentfremdet … Ne Hütte bauen wäre sicher billiger und im Zweifel nicht schlechter gewesen.

Apropos Hütten: … naja…

Diese „Hütten“ säumen in weiten Teilen die ca. 500 Meter (!) lange Straße zum Strand und vielfach auch drum herum…Das Gefühl einer Kleingartenanlage in Bochum-Wattenscheid kommt auf. Auch die dazugehörige Spießigkeit. Wobei der gesamte Platz diese ausstrahlt…

Ich kann durchaus die Vorzüge der organisierten Unterhaltung für die, mit Verlaub, „ältere Generation“ erkennen. Gemeinschaftlicher Frühsport am Morgen und Bingo am Abend kann was haben… Aber jeden Tag, „für immer“, in dieser künstlichen Camperstadt und nicht gerade schönen Umgebung (den Hochhäusern sei Dank)?

Nun, jedem das Seine…

La Manga, eine sehr eigene Welt. Und mit Sicherheit nicht unsere…

Ach ja: Mar Menor ist mit einem Umfang von 73 Kilometer das größte salzhaltige Binnengewässer Europas. Mit einem Salzanteil von 50 % (der höchste Wert Europas!) werden dem Wasser heilende therapeutische Wirkungen zugesprochen. Immerhin etwas… und auch gleich „ausprobiert“ 😉

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Benidorm, zwischen Faszination und Entsetzen.

… auf dem Weg in den Süden war Benidorm ein MUSS. Diese Planungssünde aus den 60er Jahren wollten wir uns zumindest mal ansehen. Gemessen an der Einwohnerzahl hat Benidorm die größte Hochhausdichte der Welt, womit selbst Manhatten das Nachsehen hat.

Der Plan war, einen Campingplatz für eine Nacht aufsuchen und durch Benidorm zu streifen. Aber es kam anders… Nähert man sich über die Autobahn kann man die Beton-Silhouette schon von Weitem sehen. Abstoßend und eindrucksvoll zugleich.

Einmal in diesem unwirklichen Ort angekommen und durch den Hochhausdschungel gerollt bleibt von der Faszination nicht mehr viel übrig und blankes Entsetzen gewinnt die Oberhand. Ein Hochhaus jagt das nächste. Sonne scheint in diesem Ort schon lange nicht mehr, viel zu dicht stehen die 20-stöckigen Häuser aneinander.

Hier will man seine Ferien verbringen…

So eine Stadt zu bauen ist eines, aber, liebe Leute, wer hat euch gezwungen hier zu wohnen oder gar euren Urlaub hier zu verbringen in Mitten dieses Betonwaldes? Es gibt so viele schöne und günstige Ziele, auch mit dem offenbar so heiß geliebten heimischen Essen, dem Bier und der Bild-Zeitung.

Immer noch auf eine Antwort suchend stehen wir auch schon auf der Straße zum Campingplatzes Camping Armanello (liegt ca. 1 km vom Kern).  Der idyllisch gelegen Platz zwischen Bundesstraße, Industriegebiet und Schuttabladeplätzen bringt die Laune nunmehr auf den Tiefpunkt. Ich kann mich nicht überwinden auch nur einen Meter näher an die Einfahrt des Platzes zu fahren.

Und, ich glaube es war ein Zeichen, steht nun auch noch mitten auf der Straße quasi wie angenagelt eine „Camper-Frau“ und glotzt uns regungslos an. Dieser „Oh ein Neuer, endlich passiert hier mal was“ Blick sagt mir alles, und das ist: Navi an, „La Manga“ eingetippt (ein weiterer „MUSS-Stop“ auf dem Weg in den Süden) und ab durch die Mitte, den kürzesten Weg zur und über die Autobahn genommen.

La Manga, wir kommen…

Orangen, Orangen, Orangen – Valencia wartet!

Eigentlich war es nicht eines unserer Topziele, aber wie so häufig erweisen sich diese Ziele als Volltreffer. So war es in Valencia. Wir quartieren uns ca. 35km vor der Stadt (nähe Sagunto) ein. Der Platz (Camping Malvarrosa, 11 Euro/Nacht exkl. Strom, kein Wlan) ist nicht nur von Dauercampern geprägt, die Hälfte dieser scheint hier ihren festen Wohnsitz zu haben. Naja, wir bleiben nur eine Nacht und finden noch einen schönen Platz in erster Meerlage.

Valencia ist eine wirklich traumhafte Stadt. Viele der alten Gebäude wurden aufwändig restauriert, und so erstrahlt die Stadt in nahezu vollem Glanze. Alles ist deutlich ruhiger, kleiner als in Barcelona, fast schon beschaulich. Die kleinen Tapasbars an den Plätzen sind gut gefüllt. Ein wirklich lohnenswerter Ausflug. Sicher auch für ein paar Tage.

Einmal richtig deutsches Essen bitte!

Nein, es ist nicht unsere Art. Aber einmal zum Spätzle Fritz wollten wir dann doch! Auf Höhe Vinaros geht es ein paar Kilometer ins Landesinnere und schon stehen wir inmitten unzähliger „Überwinterer“, meist Deutsche, auf ihrem Weg in den Süden. Wieder mal sind wir Exoten da weit unter dem Altersdurchschnitt. Wer beim Spätzle Fritz einkehrt, darf kostenlos auf dem Stellplatz übernachten. So gibt es eine ordentlich Portion Spätzle und Kohlrouladen mit Rotkohl. Wir schwören, das ist eine Ausnahme. Ab jetzt gibt es landestypische Spezialitäten. Inmitten der riesigen Orangenplantagen schlafen wir mit vollen Bäuchen ein.

Total zersägte Berge – Montserrat

Wenn man schon mal in Barcelona ist, darf das zweit meist besuchte Monument Spaniens (nach der Alhambra) natürlich nicht fehlen: Montserrat. Die dort noch lebenden 80 Mönche machen ihren Job gut, die Touris mit Speis und Trank zu verköstigen. Statt das Womo die 700m den Berg hochzukurbeln, entschließen wir uns, ab Montserrat-Vila mit der Bahn zu fahren (Bahnticket inkl. Museumbesuch 11 Euro/Person).

Die Fahrt lohnt: von oben bietet sich ein atemberaubender Blick über die angrenzenden Berge. Beeindruckend wie sich das Kloster an die Feldwände schmiegt. Die schwarze Madonna bleibt uns aufgrund der ordentlichen Warteschlange verwehrt, was nicht weiter schlimm ist. Erstaunlich, es ist doch November!

Städtetrip Barcelona – beeindruckend und inspirierend

Man hört und liest ja die dollsten Dinger hinsichtlich Einbruch in Womos etc. – deshalb geht es gerade Nähe Barcelona auf einen Campingplatz. Fast zufällig fällt die Wahl auf Camping Bon Repos (16,41 Euro/Nacht inkl. Strom und W-Lan für 2 Personen und 8m WoMo) in Santa Susanna. Eine grandiose Wahl wie wir feststellen. Ein perfekter Platz am Meer, links und rechts genug frei, ein paar wenige „Überwinterer“. Das junge Volk trifft man hier nicht, aber ok.

Das erste Mal ist es wirklich spürbar wärmer. Also Stühle raus. Urlaub beginnt so richtig, wenn das erste Mal die Shorts aus dem Schrank kommen.

Ca. 50 km sind es von hier nach Barcelona. Mit dem Zug eine gute Stunde Fahrt (3,40 Euro einfache Fahrt pro Person).

Barcelona selbst ist wirklich spannend und beeindruckend. Man kann mit Recht sagen, ein Kunstwerk in sich. Der künstlerische Einfluss ist an jeder Ecke spürbar. Die Stadt ist laut, aber nicht verstopft (und das bei immerhin 1,7 Mio Einwohnern bzw. 4 Mio im Einzugsgebiet). Wir nutzen den Tourbus (stolze 22 EUR p.P – wow! Naja, Barcelona halt) für eine Erkundung. Hier gibt es sogar ein Krankenhaus das Kulturerbe ist – so schön kann krank sein sein! Sachen gibt’s!

Wirklich sehenswert: die Markthalle „La Boqueria“ am Rande der Rambla – eine Flut von Eindrücken und Gerüchen.

Und natürlich Gaudis berühmte, niemals vollendete „La Sagrada Familia“ und seine unzähligen, von ihm geprägten Gebäude die quer über die Stadt verteilt sind.

Barcelona ist ein MUSS!

Sant Pere Pescador – die erste „verbotene Tat“.

In Sant Pere fahren wir bis zum Meer und dort Richtung Mas Sopas. Die 2-Meter-Barriere ist nicht mehr existent, die Verbotsschilder offenbar in der Nebensaison nicht wirklich gültig, denn hier haben sich schon einige Franzosen eingenistet. Wir stellen uns in einigem Abstand dazu und genießen den angrenzenden Strand (einfach die Straße VOR der Straße zum Camping Aquarius hineinfahren). Die letzten Sonnenstrahlen. Das Meer. W-Lan klappt auch endlich, irgendwer hat hier sein Netz nicht gesichert… Was will man mehr? Eigentlich wollten wir noch in das nette Restaurant, dass wir letzte Jahr hier entdeckt haben, wo man den Wein selbst direkt aus dem Fass zapft, aber dafür sind wir heute schlicht zu müde. Nachts stellen wir dann irgendwann das WoMo um, da es von Windböen jenseits der 40Knoten durchgerüttelt wird…

Noch geht es…

Prost… 😉