Die Wiege des Stierkampfes – das Bergdorf Ronda

Die Karte auf unserem Navi zeichnet eine Route mit unzähligen, winzigen Schlangenlinien, mit dem höchsten Punkt auf ca. 1200 Metern. Sagt uns, über diese bergige Straße wollen wir unser Womo nicht zwingen. Also machen wir diesen  Trip mit dem Roller. Immerhin 75 km eine Strecke von Cabopino – die bislang längste Tour auf 2 Rädern.

Ronda liegt weit im Hinterland. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich und reicht von bebauten Flächen mit zahlreichen Wohnanlagen bis zu einsamen kargen Felslandschaften. Die kurvenreiche Straße ist beliebt bei Motoradfahrern – was leider häufig auch weniger schöne Ereignisse mit sich zieht (immer wieder sieht man Kreuze am Straßenrand; auf dem Rückweg sehen wir ein Motorad im Straßengraben liegen).

Die alte 36.000- Einwohner-Stadt mit ihren weißen Häusern liegt hoch oben auf einem Berg. Diese Tatsache wird einem erst richtig bewusst, wenn man auf der alten Brücke steht, die Alt- und Neustadt verbindet und sich über die bis zu 160m tiefe Schlucht spannt. Beeindruckend, das kleine Städtchen an den gewaltigen Felswänden.

Dass es sich hier um DEN Wallfahrtsort für Stierkampfverehrer handelt, merkt man sofort. Nicht zuletzt natürlich an der Stierkampfarena, eine der ältesten Spaniens. Viele der berühmten Torreros waren hier zu hause. Bei stolzen 60m Durchmesser hatten die schon ein Stück zu laufen damit sie nicht aufgespießt wurden. Die Arena bietet Platz für immerhin 5.000 Zuschauer. Die 6 EUR Eintritt p.P. sind es wert.

Wir finden, eine etwas mühsame (weil bergige) Anfahrt, die sich lohnt!

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