15 Runden im Kreis…

… Die letzte Fährfahrt (Stockholm – Tallinn) haben wir noch in sehr guter Erinnerung (klasse Schiff in gutem Zustand, fast schon Kreuzfahrtschiff, super Service, alles bestens). Die Fähre Jadrolinja von Kroatien nach Italien war leider das komplette Gegenteil. Da werden die Camper besonders bestraft, wenn auch unabsichtlich.

Denn sie werden als allerletztes eingeladen (wohl logistische Gründe), was dazu führt, das man auch als letzter auf’s Deck kommt. Das wär ja nicht schlimm, wenn da nicht die Tatsache wäre, dass die Sitzplätze offenbar nicht ausreichen. Alle, wirklich alle Plätze sind belegt. 99% von italienischen Großfamilien die gleich ganze Reihen und Sitzgruppen beschlagnahmt haben. Und diese natürlich die komplette Überfahrt nicht verlassen, bzw. wenn sie sie verlassen, einen Gegenstand als Reservierung hinterlassen. Klever!

Nachdem wir wirklich keinen einzigen freien Platz ausmachen können, bleibt nur der Boden. Auf die Idee sind schon andere gekommen, so ist auch der Boden schon gut belegt. Wir kommen uns ein wenig vor wie auf einem Flüchtlingsschiff, wenn man die Leute so mit ihren Decken auf dem Boden liegen sieht. Es hilft nichts, 6 Stunden stehen geht nicht, und nach 15 Runden im Kreis über beide Decks bleibt keine Möglichkeit außer mitten in den Gang setzen. So hocken wir uns also 2 Stunden auf dem harten Linoleumboden. Danke an das Nokia Handy, das ein simples Golf-Game bereithält, welches uns die Zeit vertrieben hat. Aber der Po schmerzt irgendwann, ja, man wird nicht jünger… 😉 Die restliche Zeit bis 18 Uhr verbringen wir dann mit Stehen, Laufen, oder Essen.

Na, denken wir, dann kommen wir wenigstens als erste raus. Von wegen. Denn es fahren wieder zuerst die PKWs, und als allerletztes die Camper, also wir. Neben der Verspätung von 1 Stunde ergibt sich somit noch die Wartezeit bis alle raus sind, und so befahren wir italienischen Boden 1,5 Stunden später als gedacht.

Von Ancona geht es noch fix ein paar Kilometer bis Porto Recanati, wo sich ein Stellplatz befinden soll. Überraschung, denn der existiert dort nicht mehr – stattdessen hat man einen neuen gebaut  (wenigstens etwas). Leider liegt dieser nun nicht mehr am Meer. Schade aber egal, für heut genug und mit 10 Euro wirklich günstig.

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Fähre gebucht…

… nun ist es fix: wir haben uns gegen die Weiterreise Richtung Osten (also Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Türkei) entschieden und fahren stattdessen rüber nach Italien.

Die Fähre geht am 24.08. von Zadar nach Ancona (12.00 bis 18.00 Uhr, 250EUR). Von dort geht es runter Richtung Apulien (Surfmekka Gargano) und voraussichtlich weiter auf die Westseite  (Kalabrien/Ecke Tropea etc), um dann später ggf. an Rom vorbei, durch die Toskana und ggf. Cinque Terre wieder nach oben zu tingeln.

Eigentlich wollten wir von Dubrovnik rüber nach Bari, jedoch ist aufgrund der aktuellen Hauptsaison hier alles ausgebucht.

So können wir in aller Ruhe neben Dubrovnik (was ohnehin geplant war) auch noch die Altstadt von Split und Zadar anschauen und die Ostküste in Italien ab Ancona.