Durch das Mittelalter an die Ostsee…

Am schönen Bodensee sind wir zum Entschluss gekommen, unsere Reise unbedingt mit ein paar ruhigen Tagen und Kiten zu beenden.  Noch mal 1 oder 2 Wochen aufs Wasser wäre ideal. Und da ist die Entscheidung auf die Ostsee gefallen. Natürlich hätte man für dieses Vorhaben auch noch im Süden bleiben können, aber ehrlich gesagt freuen wir uns nach so vielen Monaten Sonne und Südeuropa auf das „rauere“ Klima und die Landschaft Norddeutschlands. Also heißt es, gemütlich nach oben fahren, und dort auf jeden Fall die Spots auf Fehmarn und ggf. die Küste bis Darß anzutesten (in Hoffnung auf Wind!).

Unser erster Stop gen Norden ist in Rothenburg ob der Tauber. Immer wieder liest man von dem Städtchen, dass Mittelalter par Excellence bieten soll. Und in der Tat haben wir auf unserer Reise keine zweite Stadt gesehen, was ein so großes, intaktes mittelalterliches Stadtbild bietet. Jedes Haus, jede Gasse harmonieren perfekt. Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt, denn heute findet ein Stadtfest statt: überall Aufführungen und Verkaufsstände im mittelalterlichen Stil. Die Gassen sind voll, und wir merken schnell dass wir den Altersschnitt hier deutlich nach unten reißen 😉 Wir testen die Rothenburger Spezialität, Schneeballen, eine Gebäckkugel, die uns aber etwas zu trocken ist.

Nach so viel Mittelalter gibt es noch was für die Entspannung: die Therme in Bad Kissingen. Dort kann man mit dem Womo direkt an der Therme stehen (Stellplatz 9,60 EUR/Tag inkl. Kurtaxe zzgl. Strom). Ich gönne mir eine phänomenal entspannende Rückenmassage während sich Oli im warmen Solewasser treiben lässt.

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Deutschland hat uns wieder…

Die Schweizer Bergwelt ist wirklich schön, aber irgendwann zieht es einen doch wieder in die Heimat (zumal das schweizer Preisniveau der letzten Tage nicht so ganz unserem Reisebudget entsprach).

Kaum über die Grenze, und schon merkt man, dass es ungewohnt und komisch ist, nach so langer Zeit wieder die eigene Sprache mit den Menschen um sich herum zu sprechen. An der Tankstelle oder im Supermarkt einfach loszuplaudern, ohne zu überlegen, auf welcher Sprache man sich gleich verständigen wird.

Über Österreich (Bregenz) ging es so nach Lindau, und damit an den Bodensee. Wir finden einen Stellplatz, der in 200 Meter Entfernung auch einen Biergarten zu bieten hat! Oh, endlich mal wieder deutsches, nein, bayrisches Essen, genauer gesagt Weizenbier und Haxe! Lecker!

Mit dem Roller geht es nach Lindau. Wir sind überrascht das die Altstadt Lindaus doch tatsächlich auf einer Insel liegt (die aber durch eine Straße mit dem Festland verbunden ist). Am Ufer des Bodensees ist einiges los, und auch in den netten Gassen der Altstadt genießen die Leute die Sonnenstrahlen.

Den Abstecher ins 10 km entfernte Bregenz hätten wir uns getrost sparen können, denn die Altstadt ist nicht wirklich sehenswert. Vermutlich kommt die Bekanntheit Bregenz ausschließlich durch die berühmten Seefestspiele. Udo Jürgens tritt morgen auf, aber wir verkneifen es uns 😉

Nachtrag: Facts & Figures Mai 2010…

… besser spät als nie 😉

Für Mai gibt’s dieses Mal nur „halbe“ Kosten, denn wir führen hier nur die Reisezeit, und nicht unseren Heimataufenthalt auf (d.h. damit auch nicht die Reparatur- und Inspektionskosten von Womo und Roller). Konkret bedeutet das: die Kosten aus Frankreich vom 1. bis 6.5., und dann Norddeutschland, Dänemark und Norwegen vom 17. bis 31.5.

Kostentreiber waren hier vorrangig die hohen Campingplatz- und Dieselkosten in Dänemark, die vielen gefahrenen Kilometer und auch die Fährkosten von Dänemark nach Norwegen.

Ausgaben:

Mai pro Tag:  116,68 EUR

Gesamt pro Tag:  74,85 EUR (Nov – Mai)

Ausgaben-Split Mai:

Tanken: 27% (gesamt 19%)

Maut: 0% (gesamt 2%)

Campingplatz/Stellplatz/Parkplatz: 12% (gesamt 16%)

Lebensmittel/Essen gehen:  35% (gesamt 45%)

Sonstige: 26% (gesamt 18%)

Gefahrene Kilometer:

Mai: 4.083 km (gesamt 22.730 km)

davon mit dem WoMo 4.043 km = 99% (gesamt 91%)
mit dem Roller 40 km = 1% (gesamt 9%)

Mal schauen, wie sich der Juni entwickelt. Aufgrund des hohen norwegischen Preisniveaus und der vielen Fahrerei wird das sicher ein ordentliches „Loch“ in unser Reisebudget hauen.

PS: die Mautkosten sind hier nicht enthalten. Für Mai sind dies gesamt ca. 65 EUR.

SPO…

… oder anders gesagt: Sankt Peter Ording. Hier sind wir nun.

Die Fahrt bis Hamburg was bestens, auch wenn es so einige Baustellen auf der A1 gibt (vom dauerhaften LKW Überholverbot ganz abgesehen 😉  ).

In HH dann, vor dem Elbtunnel, war Schluss mit bestens. 18km in 2 Stunden. Stau wie er schöner kaum sein kann…

Letztlich kamen wir gegen 22 Uhr am Montagabend in SPO an, haben kurz das „Freisteh- Potential“ ausgelotet (extrem viele „Buh-Schilder“), was uns am Ende auf den Platz „Reisemobilhafen“ getrieben hat (Nacht 12EUR/ Strom 3EUR).

Gestern haben wir zu unserer „freudigen“ Überraschung erneut festgestellt, dass einer unserer Hinterreifen seine Luft nicht dauerhaft hält. Das erste Mal haben wir dies in der Normandie bemerkt. Scheinbar muss doch etwas im Reifen stecken…

Kurzer Hand ging es rüber ins 12 Kilometer entfernte Garding in die dortige Reifenwerkstatt.

30 Minuten später und 37 EUR ärmer war der Reifen vom Übeltäter, einer kleinen Schraube, befreit, repariert und wieder am Auto montiert. Der informierte Leser hat nun bemerkt, dass wir dazugelernt haben und dieses mal nicht, wie noch in Marokko, neue Reifen gekauft haben 😉

Mit wieder funktionstüchtigem Reifen ging es entspannt zurück nach SPO. Ein längerer Spaziergang durch die Orte von SPO (Dorf und Bad) folgte sowie ein kurzer „Check“ des Strandes (gut 20 Kiter waren hier auf dem Wasser bei klasse Wind aber auch nur 11 Grad Wassertemperatur, was uns deutlich zu kalt ist). Danach ging es rein zu „Gosch“ Fisch essen und anschließend plantschen im Salz- und Wellenschwimmbad „Dünen-Therme“.

Heute, eher gesagt gleich, werden wir gemütlich weiter Richtung Norden rollen.

Entgegen der ursprünglichen Planung nehmen wir uns etwas mehr Zeit mit der Ankunft in Norwegen, da uns Wetter und Natur in Norge noch nicht sooo ganz „passen“.

Von daher erkunden wir vorerst ein paar Ecken des schönen Dänemarks. Und, wenn der Wetterbericht stimmt, dies bei schönstem Sonnenschein…

…wir werden berichten 😉

(Fast) alles drin…

… heute haben wir 2 Stunden in der Halle verbracht um zu schauen, wie auch noch das Boot in die Heckgarage passt, das heißt OHNE die dann noch anzumontierende Bühne zu nutzen.

Nachdem wir das damals für das Boot extra gebaute Gestell etwas modifiziert haben, passt nun ganz bequem das Boot und der Roller (und natürlich das gesamte Kitesurf-Zeug) in die Garage.

Nur die Falträder müssen draußen bleiben, da wir uns entschieden haben doch noch eine 2. graue deutsche 11kg Gasflasche (sicherheitshalber und für den neuen Gasgrill) mit zu nehmen (Flasche UND Räder haben ziemlich genau nicht mehr gepasst).

Der Norden kann also kommen. Montag geht es in einem Rutsch hoch nach DK J

(Griechenland 2009)

(Hier, für Interessierte, der ganze Bericht Griechenland Mai/Juni 2009)

Norwegen, wir kommen…

… alles ging schneller als erwartet.

Unsere Erledigungen wie Steuerberater, Impfungen, Ohrenarzt und neue Literatur kaufen war in zwei Tagen erledigt.

Zuvor haben wir natürlich die geliebte Familie endlich mal wieder gesehen. Einige Freunde haben wir schon getroffen, weitere folgen noch.

Unser Wohnmobil haben wir inklusiver frischer Inspektion bereits heute wieder aus der Werkstatt abholen können, den Roller holen wir Freitagnachmittag aus der Inspektion.

Samstag wird dann geprüft, ob wir das Motorschlauchboot ebenfalls zuladen und wenn, ob der Roller weiterhin in der Heckgarage mitfährt oder er auf die (dann wieder anzubauende) Bühne muss.

Sonntag treffen wir dann noch Freunde zum Frühstück, erledigen die letzten Dinge und Montag geht es endlich los, hoch in den Norden.

Wir freuen uns sehr auf Norwegen – auf Elche, Walsafaris, grandiose Fjordlandschaften, Gletscherwanderungen, die Mitternachtssonne und und und…

Für den Hinweg haben wir uns entschieden, am nördlichen Ende Dänemarks überzusetzen und nicht bereits die Fähre ab Kiel zu nehmen. So können wir auch noch ein wenig von Dänemark sehen.

Die Zeit zu Hause war schön, aber mit jedem weiteren Tag hier wird der Wunsch des Weiterfahrens gleichermaßen größer 🙂

Und jetzt, jetzt schauen wir uns, quasi als Einstimmung, die beiden Norwegen DVD`s von Golden Globe an 🙂

Heimaturlaub…

… am Donnerstag sind wir wie geplant durch Deutschland und in die Heimat gefahren.

Hier wollen wir das kleine Motorschlauchboot zuladen, denn die norwegischen Fjorde sind das nächste Ziel und der Sommer steht auch bald vor der Tür.

Und da wir gerade hier sind, geht am Dienstag das WoMo für zwei, drei Reparaturen in die Werkstatt und die Honda zur verdienten Inspektion.

Die Zeit dazwischen nutzen wir um ein paar Dinge zu erledigen sowie Familie und Freunde zu treffen.

Ach ja, nach Etretat sind wir langsam hoch die uns nun wieder bekannte Küste Frankreichs bis zur belgischen Grenze hochgerollt.

Auch wenn wir jedes Mal wieder gerne in dieser Ecke Frankreichs sind, sparen wir uns hierauf weiter einzugehen und verweisen der einfachheithalber auf unsere kleinen Reisen aus 2008 und 2009.

Frankreich 2009

Frankreich 2008

PS:

„Der April in Zahlen“ wird im Laufe des morgigen Abends zusammengestellt und wie gewohnt veröffentlicht.