Der Alentejo ruft…

Lissabon ist wirklich großartig! Aber es wurde tatsächlich Zeit für ein wenig Ruhe vom Lärm und Trubel der Großstadt. Wir haben uns doch mehr an die beschaulichen und ruhigen Landschaften gewöhnt als gedacht…

Also ab ins Inland! Ab ins Alentejo (portug. für „jenseits des Tejo“)! Wir haben uns ein paar kleine Dörfchen ausgeguckt, die wir in den  nächsten Tagen erkunden wollen.

Evora hat heut den Anfang gemacht, gefolgt von Estremoz, wo wir gerade auf dem Rossio (dem Hauptplatz) vor unserem Womo sitzen und die letzten Sonnenstrahlen genießen.

Fotos und mehr Infos folgen in den nächsten Tagen.

Lissabon…

… man muss nicht viel sagen über Lissabon. Außer, wer noch nicht dort war, hat was verpasst…

Sie besticht durch ihre Kontraste zwischen arm und reich, modern und traditionell, restauriert und Verfall. Eine selten gelungene Kombination.

(bei Flut steht der „Verteidigungsturm“ im Wasser. Vor dem großen Erdbeben, stand er sogar mal in der Mitte des Flusses. Nach dem Beben jedoch hat sich der Fluss einen neuen Weg gesucht und den Turm ins Abseits befördert)

(der „Eingang“ in die Stadt, nur von hinten fotografiert)

(und hier der Blick in die richtige Richtung)

(Man beachte die erste Fensterreihe. Nicht sicher, ob man dort zur „Behandlung“ möchte 🙂 .


(wohl einer der bekanntesten Aufzüge der Welt).

(Rauf und runter. 2,70EUR/Nase)

(oben angekommen)















(Stilvoll: hier wird die Unterwäsche noch auf die Hausfarbe abgestimmt)

(Die Lieblingsbahn der Touristen: Linie 28).


Und das war erst der Anfang, denn gleich geht es erneut mit dem Roller die paar Kilometer runter in die Stadt 🙂

Ach ja, wir stehen auf dem Park ähnlich angelegten städtischen Campingplatz für 19,-EUR/Nacht inkl. Strom. Bilder folgen…

Sintra, Cascais und Guincho…

…mit dem Roller haben wir einen kleinen Ausflug (ca. 25km) ins mittelalterliche Städtchen Sintra gemacht. Eigentlich eher Dorf, denn Städtchen.

Kein Muss, aber wenn man schon mal in der Gegend ist, dann lohnt ein Abstecher in den beschaulichen, aber scheinbar nur vom Tourismus lebenden  Ort.

Von dort ging es weiter nach Cascais. Eines DER Ausflugs-Städtchen von Lissabon. Recht hübsch gemacht, aber zu 100% auf Tourismus abgestimmt.

So findet man hier Touri-Ramsch-Läden in Hülle und Fülle und wird von den überall lauernden Kellnern der unzähligen Restaurants mehr oder weniger „eindringlich“ angesprochen doch in ihrem Lokal zu essen.

Das mochten wir in Marokko schon nicht. Wir rollern weiter.

DER Kite Spot im Raum Lissabon, Praia Guincho. Zu unserer Zeit mal wieder kein Wind, aber so eingebettet in einer beeindruckenden Dünenlandschaft ist der Spot schon traumhaft.

Und es geht weiter. Mit dieses mal wieder mit dem Wohnmobil nach Lissabon…

Selbst überrascht…

… nach den vielen Tagen der Ruhe an der Süd-Westküste, bemerken wir jetzt, dass Trubel und Dauer-Geräuschkulisse nerven.

Gemeint ist der ganz alltägliche Trubel und Lärm, der auch uns noch vor Antritt der Reise in Düsseldorf umgeben hat, und der uns jetzt mit Lissabon und dessen Einzugsgebiet plötzlich wieder in seinen Fängen hat.

Es fällt schwer nachzuvollziehen und es überrascht uns selbst, warum man sich, wir uns, den allgegenwärtigen Krach und die Hektik eines Ballungszentrums oder einer Großstadt freiwillig all die Jahre angetan haben…

„Armut“ und „Reichtum“…

… liegen ja manchmal ganz nah beieinander.

In der Serra de Sintra nur wenige Kilometer. In dem großen Park im Süden Sintras gibt es einiges zu sehen – wir haben uns für das Kapuzinerkloster und den Palacio de Pena entschieden. Extreme par Excellence.

Das Kapuzinerkloster (Convento dos Capuchos, wie die Portugiesen sagen würden) ist eine einsame, kleine Klosteranlage in den tiefen Wäldern der Serra.

Alles wirkt ein wenig verwildert, fast verwunschen. Im Inneren des Klosters erlebt man das wofür das Kloster bekannt ist: absolute Einfachheit. Gewollte Armut, gepaart mit eisernem Glauben. Das Resultat: Räume, ca. 1,5 x 1,5 m klein, ein winziges Fenster. Das war‘s. Und die Tür niedrig genug, dass man sich (natürlich in Ehrfurcht) verbeugen muss. Alles ist klein, schmal, niedrig. Türen, Fenster, Wände sind mit Kork verkleidet, wovon es hier in den Wäldern genug gibt. Beeindruckend. Und sehenswert!

(selbst wenn er wollte hätte, hätte er dort nicht durch die Tür gepasst, Isabell hat`s knapp geschafft…)

Der Palacio de Pena – das absolute Gegenteil. Prunk, Protz, Üppigkeit wohin das Auge schaut. Wilder Architektur-Mix, von allem etwas. Hier maurisch. Da manuelinisch. Und Vergleiche mit DisneyWorld kommen nicht von ungefähr. Auch beeindruckend. Aber anders.

Eintritt für beides als Kobi-Ticket: 11,- EURO/Pers.

Und morgen geht es nach Sintra. Oder Cascias. Oder Beides. Mal schaun 🙂

Und wieder runter…


… nach einer ruhigen Nacht am schönen Strand bzw. der kleinen Bucht „Sao Lourenco“ (ca. 6km nördlich von Ericeira),

sind wir heute morgen durch Ericeira gebummelt, was im Kern seinen fischdörflichen Charakter behalten hat und einen Bummel lohnt.

Dann ging es weiter die Küste entlang, über den westlichsten Punkt Europas (Cabo da Roca)

nach Guincho (der Haus- und Hof-Surf/Kite-Strand von Lissabon) auf dem Campingplatz „Orbitur Guincho“ (es wurde Zeit mal wieder zu waschen…).

(aktueller Blick aus der WoMo Tür…)

Von hier aus werden wir uns in den nächsten beiden Tagen via Fahrrad und Roller Cascais und Sintra sowie alles lohnende dazwischen bei bestem sonnigen Wetter anschauen…

… wir werden berichten 🙂

Costa de Santo Andre. Davor, Mitten drin und danach…

…nach ein paar schönen Tagen am Praia Amado ging es weiter Richtung Norden.

Leichte hügelige Landschaft mit allgegenwärtigen Korkeichen wechselt in flacheres, von Dünen geprägtes Land.

Die Besiedelung hier unten ist sehr spärlich, entsprechend unverbaut, natürlich und ruhig gibt sich das Land.

(Praia Amoreira)

(Milfontes)

(Kunstwerk in Milfontes, erinnert uns irgendwie an den Film „Fluch der Karibik“… 😉  )

Irgendwann dann stießen wir auf Costa de Santo Andre. Einfach großartig und für die nächsten drei Tage unser Platz…

(Juhu, ein „Toppi“ 🙂 Plätzchen gefunden, rechts Lagune, links das Meer)

(Fast einsam, direkt hinter der kleinen Düne)

(Wind?!)

(Die Brandungshöhe hier, nennt man anderen Ortes „Wellen“.  Es dauert eine Weile bis man ein „Wellen-Loch“ zum losfahren erwischen kann).

(Mehr Platz auf dem Wasser geht nicht…)

(„Wer stellt beim wieder Hochfahren immer den Wind ab…???“)

(Geteiltes „Leid“ ist halbes „Leid“, gemeinsam „Höhelaufen“)

(Trotzdem Spaß!)

(Es haben keine 10 cm gefehlt, dann hätte dieses kleine weiße Etwas den Kite erwischt)

(„Warum genau hat man mich an der Kite-Pumpe fest gemacht…???“ )

(Irgendwo hier unten muß doch mein Stöckchen sein…)



(Ein schöner Tag, der einen klasse Abend nach sich zieht)

(Feldküche: 1 Liter Bier, Holzkohlegrill, Gasofen. Perfekt)


Gestern dann, sollten sich unsere Wege vorerst trennen. Tigga und Nicky wollten nochmals runter in den Süden nach Tarifa, wir die Küste Portugals gen Norden hoch zuckeln.

Die Windausbeute war, vorsichtig gesagt, ziemlich bescheiden, aber wir hatten trotzdem eine super tolle Zeit zusammen und freuen uns schon jetzt auf ein baldiges Wiedersehen…

Für uns ging es am nächsten Morgen hoch nach Troia, was fast schon karibische Strände hat, aber leider sehr verbaut ist. Also nahmen wir für 21 Euro die Fähre rüber nach Setubal. Setubal scheint auf den ersten Blick wenig einladend. Auf den zweiten Blick erkennt man dann aber die schöne Altstadt, die wir uns später nochmals in Ruhe anschauen werden…

… jetzt aber ging es von dort über immer schlechter werdende Straßen zur „Lagoa de Albufeira“, auf der Suche nach einem angeblich hier befindlichen Stellplatz.

In dem nächtlichen Pistengewirr rund um die Lagune herum haben wir jedoch irgendwann entnervt aufgegeben, und den nächsten ADAC Campingplatz im Navi als Ziel definiert.

So sind wir gegen 20 Uhr auf dem Campingplatz „Forte do Cavalo“ in Sesimbra gelandet (10 EUR/Tag inkl. Strom, Sani sauber aber sehr, sehr einfach), und genießen am heutigen Morgen den sensationellen Blick auf das Meer.

Mal schauen, wie es von hier weiter geht, die Lagune müssen wir auf jeden Fall nochmals erkunden…

Es geht nach Oben…

… nach drei Nächten auf dem ruhigen, etwas abseits in einem Pinienwald gelegenen Campingplatz in Sagres (11 EUR/Nacht inkl. Strom), sind wir zusammen mit Nicky und Tigga 20 km an der Küste entlang Richtung Norden gerollt. Und zwar zur Praia do Amado, ein selten schönes Fleckchen Erde.

Hier lässt es sich hoch über der Bucht, aber mit direktem Zugang zum Strand großartig für 1-2 Nächte stehen… 🙂

(Heute Morgen, gegen 7 Uhr, es wird sonnig heute… 🙂 )

Nachtrag: Mobiles Internet Portugal…

… vorhin haben wir unsere SIM Karte im Vodafone Shop wieder aufgeladen.

Die Dame dort sagte uns, dass es 10 Euro kostet für 10 Tage  oder 300MB.

Von der Pressestelle Vodafone Portugal, die ich ein paar Tage zuvor kontaktiert habe, lautete die Antwort: 1o Euro = 12 Tage oder 400 MB (inkl. 40 freie SMS).

Richtig ist, wie eben per System SMS bestätigt wurde bei der „Freischaltung des neuen Guthabens“, das wir für die 10 Euro 12Tage oder 800MB !!! erhalten haben sowei 120 freie SMS…

Nur mal so zur Info für künftige Portugal-Reisende.