Die ersten Tage zu Hause…

… naja, als unser „zu Hause“ kann man es im Grunde noch nicht bezeichnen, denn wir haben vor unserer Abreise schließlich nur wenige Tage in unserer neuen Übergangswohnung in Duisburg verlebt. In sofern fällt die Umstellung vom Reisenden zum wieder Sesshaften doppelt schwer.

Die ersten Ansätze vom „normalen“ Alltag haben uns ereilt. Gänge zu Ämtern, Telefonate mit Versicherungen, dies und das organisieren etc. sind an der Tagesordnung.

Unsere Gelassenheit und zumeist gute Laune hat bisher noch nicht gelitten. Die größte Umstellung verlangt allein das Wetter von uns. Wer innerhalb eines Jahres quasi nur maximal 10 Regentage hatte, der hat schon schwer mit den hiesigen Bedingungen zu kämpfen. Das „schlimmste“ dabei sind die immer grauen Tage. Etwas derartiges haben wir in 365 Tage so niemals erlebt. An diesem Punkt wünscht man sich dann doch hin und wieder zurück an einen Punkt südlich der Pyränen.

Auffällig auch wie wenig Lebensfreude man hier sieht. So grau das Wetter, so grau scheinen auch viele Gesichter und, noch schlimmer, die Gedanken zu sein. Die positive Lebenseinstellung des Südens, die vermissen wir noch mehr als das schöne Wetter und das liegt nicht am eher gewöhnungsbedürftigen Duisburg. Gleiches konnten wir auch in Düsseldorf etc beobachten.

Nun denn, unser  Wohnmobil steht aktuell in der Werkstatt unseres Vertrauen um TÜV, Inspektion und einen Satz neue Reifen zu bekommen. Anschließend geht es über den Winter in die heute frisch angemietete nagelneue Halle in Duisburg Orsoy.

Morgen früh führt mich der Weg zur Kernspintomografie um herauszufinden was mein seit nun 2 Wochen dickes und blockiertes Knie für Probleme hat und vor allem wie man es wieder in Ordnung bringen lassen kann.

Mal schaun was der morgige Tag für Überraschungen bereit hält…

Wir hatten Besuch…

…und zwar von der http://www.raget.li Crew, namentlich Christoph und Sonja aus der Schweiz.

Die beiden sind, ähnlich wie wir, mit ihrem super schönen Bus ein halbes Jahr quer durch Europa gefahren. Nachzulesen hier: www.raget.li

(Raget.li = Rakete)

Leider war während dieser zwei Wochen das Wetter so la la und der Wind wollte sich nicht wirklich von seine guten Seite zeigen, aber das hat unserer Stimmung keinen Abbruch getan, im Gegenteil.

So blieb viel Zeit sich über die gemachten Reiseerfahrungen auszutauschen, was höchst interessant war, da viele Ziele deckungsgleich mit unseren waren.

Wir haben die Zeit sehr genossen und freuen uns schon auf ein Wiedersehen in der Schweiz (wo dir beiden nun schon wieder sind) zum gemeinsamen Snowkiten.

Tja, und dann sind heute leider auch noch Tigga und Nicky nebst nettem „Anhang“ wieder Richtung Deutschland aufgebrochen. Auch sie hatten nicht allzu viel Glück mit dem Wind, und auch auf einen überschwemmten Campingplatz hätten sie sicher verzichten können.

(Das Meer kam über den Campingplatz)

Dennoch war die Stimmung wie immer familiär entspannt und der gemeinsame Weihnachtsmarktbesuch ist bereits in Planung.

Wir werden derweil, bei schönstem Sommerwetter, noch eine weitere Woche hier in aller Ruhe verbringen (jetzt, wo alle feriengebundenen Urlauber wieder weg sind), und den Ausklang unserer phantastischen Reise in vollen Zügen genießen.

Das nächste Update wird von daher wieder aus der Heimat erfolgen, auf die wir uns nach nunmehr einem Jahr wieder freuen 🙂

Tops und Flops der Europareise…

Fast 40.000 km, über 20 Länder, unzählige Städte, Orte, Strände… Da fällt es nicht leicht ein Gesamtfazit im Sinne eines Rankings zu erstellen. Wir versuchen es trotzdem mal, wohl wissend dass es im Grunde noch viel mehr echte Highlights gab…

 

Landschaftlich schönstes Land:

Norwegen. Vor allem durch die Fjordlandschaft im Westen & die Lofoten.

 

Kulturell am beeindruckendsten:

Marokko, positiv wie negativ. Gefolgt vom Baltikum (durch den Mix verschiedenster Kulturen)

 

Bestes Gesamtpaket:

Portugal. Interessante Städte, schöne Landschaften, Traumstrände + freundliche, hilfsbereite Menschen.

 

Große und kleine Städte die uns begeisterten:
Sevilla, Stockholm, Tallinn, Budapest, Marrakech und – Achtung! – Schwerin

(Die Auflistung der unzähligen netten Dörfer Südeuropas oder Norwegens würde hier den Rahmen sprengen)

 

Die beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten:

Alhambra (Granada). Mezquita (Cordoba). Kathedrale (Sevilla)

Geisterstadt Pompej (Italien)

Medina Marrakesch & Platz Djeema El-Fna (Marokko)

Berg der Kreuze (Litauen)

Kachel-Kirche Almancil & Knochenkappelle in Evora (beides Portugal)

 

Wo wir uns rundum wohlgefühlt haben:

Andalusien (Spanien). Insbesondere Tarifa. Ruhe und Natur + sehenswerte Städte.

Halbinsel Peljesac mit kleinem Küstenort Viganj (Kroatien)

Sant Pere Pescador (Spanien). Strand, Stadt, Berge, Meer & perfekte Kitebucht – hier stimmt alles!

 

Die beeindruckendsten Erlebnisse:

Die Stille in der Sahara erleben (Erg Chebbi / Marokko)

Im Schnee und in der Mitternachtssonne am Polarkreis zu stehen (Norwegen).

Klettertour und Aussicht am Preikestolen & Gletscher aus nächster Nähe (Norwegen)

Durch das Gefängnis von Tallinn gehen (Estland).

Umgeben von gefühlt 1 Millionen Kreuzen auf dem Berg der Kreuze stehen (Litauen)

Mit dem eigenen Boot durch den Geirangerfjord, vorbei an tosenden Wasserfällen (Norwegen).

Die Atmosphäre in Auschwitz hautnah spüren (Polen).

Die früh morgendlichen Muezzin-Gesänge in Ouarzazate, die sich akkustisch alle auf dem dortigen Campingplatz zu treffen scheinen

 

Campingplätze die es uns angetan haben:

Camping Andenes (Andenes, Norwegen). Am Ende der Welt mit karibischem Strand gesäumt von Schären.

Camping Antony Boy (Viganj, Kroatien). Entspannte Atmosphäre trotz Hochsaison.

 

Die schönsten Frei-Steh-Plätze:

Bocca do Rio, Praia Amado, Santo Andre (alle Portugal)

Haukland auf den Lofoten (Norwegen)

Buchten an der Atlantikstraße (Norwegen)

 

Unsere Flops:

Ostküste Spaniens. Zuviel Beton, zu viele Bettenburgen.

Nordwesten Spaniens. Irgendwie nichts „besonderes“.

Nordosten Schwedens. Vor allem die E4 mit langweiligster Autofahrt.

Oslo – nicht wirklich schön, dafür unfassbar teuer!

Norwegische Bierdose – hält als Ersatz-Auspuff nicht länger als 500km.

Marokkanische Straßen und lettische Pisten.

2 x Schraube im gleichen Reifen.

Zollgebühren bei einem Kite-Import nach Kroatien (halber Neuwert).

Der Kurierdienst DHL den wir niemals wieder nutzen werden.

 

Und sonst noch…

Angenehmster Fahrstil: Spanier. Gänzlich ohne Stress und Hektik (außer Sevilla, da zählen auch rote Ampeln nicht).

Der schlimmste Fahrstil: Polen. Rasen und Überholen ohne Rücksicht.

Unsere Lieblings-Nationalität: die Holländer. Freundlich, offen, immer entspannt und gut drauf.

Sinnvollstes Zubehör bzw. Ausstattung: WLan-Richtantenne, Solaranlage, ADAC & ACSI-Campcard und Tankgasflasche.

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei…

… jawohl mein Schatz, es ist vorbei!

Na ja, fast. Ganz vorbei ist es noch nicht. Aber die Reiseberichte von unserer Wohnmobiltour, die enden an dieser Stelle.

Wir sind nun fast 1 Jahr unterwegs. Nach knapp 40.000 Kilometern und über 20 Ländern haben wir alles gesehen und gemacht was wir wollten.

Theoretisch könnten wir noch ein Jahr so weiter machen. Aber nur theoretisch. Denn praktisch neigt sich unsere persönliche Aufnahmekapazität für neue Eindrücke und Erlebnisse dem Ende. Würden wir weitere Ziele ansteuern, wir würden diesen wohl nicht mehr gerecht werden können. Also heben wir uns diese für später auf und beenden das Quer-durch-Europa-Reisen.

In den letzten Tagen sind wir nochmals langsam runter vom kalten Norden in den warmen Süden nach Sant Pere Pescador (Bucht von Roses/Spanien) getingelt. Hier werden wir bis Ende Oktober kitenderweise verweilen und unsere Tour abschließen.

Voller Überzeugung können wir sagen, dass die Entscheidung, eine derartige Reise zu machen, mit allen Konsequenzen, die wohl bisher Beste unseres Lebens war! Und sicher bis dahin auch die schönste Lebenszeit.

Wir haben unfassbar viele Eindrücke erhalten die zu einem großen Teil noch gar nicht verarbeitet sind.

Einige Vorurteile haben sich bestätigt. Mehr noch aber konnten wir revidieren.

Unser Verständnis für Europa und die zum Teil höchst unterschiedlichen Länder und Kulturen ist ganz wesentlich gewachsen.

Wir durften einige interessante Menschen kennen lernen und neue Freunde gewinnen.

In keiner Sekunde haben wir je unsere Entscheidung angezweifelt oder gar bereut. Im Gegenteil, jede einzelne Sekunde haben wir genossen. Auch die ganz wenigen unerfreulichen.

Bei allem durften wir die ganze Zeit über erleben welch unglaublicher Luxus es ist, einmal wirklich zeitlos und frei zu sein. Jeden Tag tun zu können, wonach uns der Sinn steht. Was anfänglich schwieriger ist, als man denkt… 😉

Nach der Rückkehr von Sant Pere Pescador (Ende Oktober) werden wir selbstverständlich und auch der Vollständigkeit halber in diesem Blog immer wieder mal berichten wie es bei uns weiter gehen wird, welchen Weg wir beruflich einschlagen, wo wir leben werden.

Auch ein letztes Reise-Fazit mit unseren Tops und Flops und eine finale Statistik werden wir hier in den nächsten Tagen noch bloggen. Nur neue Reiseberichte, die wird es an dieser Stelle nicht mehr geben.

Wir hoffen, liebe Freunde, Bekannte und Unbekannte, dass es uns gelungen ist euch an unserer Reise teilhaben zu lassen. Dass euch der ein oder andere „Artikel“ Spaß gemacht und gut unterhalten hat. Ihr womöglich neue Anregungen für eigene künftige Ziele bekommen habt. Und vielleicht die noch Zögernden nun sogar den Mut für die Verwirklichung der eigenen Träume fassen, welche auch immer das sind.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals über die vielen netten Kommentare und wertvollen Tipps von euch bedanken, über die wir uns nicht nur sehr gefreut, sondern die die Reise auch immer wieder bereichert haben.

Ein ganz besonderer Dank gilt natürlich unseren Familien, die uns tatkräftig unterstützt und uns den Rücken freigehalten haben, was unsere Reise ganz wesentlich erleichtert hat. Tausend Dank!

In diesem Sinne, bis bald auf dieser Site…

WIR

(Norwegen, Polarkreis zur Mitternachtssonne)

Was habe ich nur ohne…

… das neue iPhone4 gemacht.

Nachdem ich längere Zeit auf der Suche war und das gute Stück quasi in allen relevanten Ländern (wie Italien und Schweiz) ausverkauft war, sind wir im nagelneuen Apple Store in Montpellier fündig geworden.

Mit 739 Euro für die größte Version des iPhone4 liegt es zwar 90 Euro (ohne Zoll) über dem Preis der Schweiz, aber stolze 300 Euro (!) unter dem in Deutschland.

Zudem sind die iPhone4 die man direkt im Apple Store kauft, alle Sim- und Net-Lock frei – man ist also nicht an die unverschämten Preise der Deutschen Telekom gebunden.

Mit einer irischen Vodafone Karte ist dann letztlich die Online-Nutzung (die macht es ja ganz wesentlich aus) mit 0,99 EUR/24Std. bzw. 50MB/24Std. extrem preiswert.

An dieser Stelle fragt man sich warum man für den gleichen Service von Vodafone Deutschland satte 14,95 Euro zahlen müsste…

Lange Rede kurzer Sinn: Das iPhone4 ist das erste iPhone was mich nachhaltig überzeugt hat und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen, insbesondere wenn man es nicht in Deutschland (zu überzogenen Preisen und Tarifen) kauft.

Suchen Stellplatz für unser Wohnmobil!

heute mal ein anderes Thema:
Wir suchen einen Wohnmobilstellplatz (überdacht und verschließbar, also Halle oder Scheune o. ä. im Großraum DU/WES oder auch OB/MH/E/BO etc.)  gerne mit Stromanschluss zwecks Erhalt der Fahrzeug- und Aufbaubatterien.

Das Wohnmobil ist 7,70m lang / 3,30m hoch / knapp 2,50m breit.
Anmietung kann ab nächsten Monat, also September erfolgen.

Freuen uns über alle Angebote per Email o . g r o n e w a l d @ g m x . d e

oder via Telefon 0176 /44 55 00 38

Danke & Gruß
Isabell & Oliver Gronewald

Nie wieder DHL!

Am 21. Juli wurde in einer Bochumer Postfiliale ein Brief aufgegeben. Versand mit DHL. Aber kein normaler Versand, nein, sogar DHL Express International, denn am Schalter wurde zugesichert dass so der Brief am nächsten Werktag hier bei uns in Kroatien ausgeliefert wird. Dieser „Service“ kostet dann auch gleich mal unfassbare 51,90 EUR.

Heute haben wir den 25. Juli und der Brief wurde immer noch nicht zugestellt. Trotz Express und knapp 52 EUR. Dafür steht im Online Tracking seit dem 22 Juli nur noch die Meldung „Auslieferungsnachweis nicht erwartet“… Übersetzt bedeutet dies: Kein Tracking mehr möglich, da man den Brief an einen Sub-Unternehmer weitergegeben hat. Jedoch verspricht DHL explizit den Brief bei diesem „Service“ nicht aus der eigenen Hand zu geben…

Das war die letzte schlechte Erfahrung mit DHL. Unser Fazit: Nie wieder DHL!

Navi Falk F12…

…was wir uns definitiv nie wieder kaufen würden ist das Navi F12 von Falk.

Keines unserer bisherigen Navis, darunter Garmin, 2x TomTom und Falk 260 hat derart falsch bis hin zu gar nicht geroutet.

Man hat das Gefühl, dass das Gerät aus einem einzigen Fehler besteht.

Nicht so sehr in Deutschland, aber in Portugal, dem kompletten Baltikum, Polen, Slowakei, Ungarn und Kroatien. Einfach sagenhaft schlecht.

Manchmal routen Navis merkwürdig. Aber mit dem Falk F12 wären wir manchmal gar nicht am Ziel angekommen.

Unser persönliches Highlight war der Weg von Budapest nach Orebic.

Der Weg wurde mit knapp 2.500km berechnet (eigentlich nur gut 800km) und führte konsequent über Italien und von dort mit der Fähre rüber nach Kroatien. Sensationell! :). Und mindestens 100 andere Geschichten könnten wir noch über die Unzulänglichkeiten des  F12 erzählen.

Aber, lange Rede, kurzer Sinn:

War das Falk 260 fast tadellos, so ist das F12 ganz nah an Schrott.

Wir würden es nie wieder kaufen. Das nächste dürfte wohl wieder ein TomTom werden, wenn dort der Service nicht so extrem schlecht wäre. Vielleicht doch mal Navigon antesten? Mal schaun 😉

Dies mal so zur Info, nach ca. 16 Ländern Erfahrung, falls mal jemand ein neues Navi sucht.

P.S.: Die beste Navigation ist und bleibt die Kombination aus einer guten Landkarte und Isabell 😉