Heidis Heimat…

Wie fast immer führt uns der Weg vom Süden in den Norden durch die Schweiz. Dieses Mal haben wir uns dazu entschieden, nicht über den St. Gotthard zu fahren (sonst fahren wir ganz gerne die entsprechende Passtraße und übernachten in Andermatt), sondern die San Bernardino Strecke zu nehmen.

Schnell merken wir den gravierenden Unterschied der beiden Strecken: trotz Autobahn ist die San Bernardino die deutlich langsamere weil steilere Strecke. Über Kilometer gibt es hier eine ordentliche Kletterpartie, die streckenweise sogar steiler als die Passstraße des Sankt Gotthards ist.

Oben angekommen geht es auf direktem Weg wieder runter und nun heißt es: „Heidi, Heidi, deine Welt sind die Beeeeerge….“

Denn kurz vor Lichtenstein liegt das „offizielle“ Heidiland, dort kann man das Heididorf und das Heidihaus besichtigen. Ja, das gibt es wirklich!

Das Dorf liegt auf einer Anhöhe (kleiner Fußmarsch), dort findet man das Heidihaus, daneben ein paar freilaufende Ziegen, eingerahmt von den Bergen im Hintergrund. Ist alles ganz nett anzuschauen. Jedoch liegt die eigentliche Alp weitaus höher, und ist erst nach einem 2stündigen Fußmarsch zu bestaunen. Was wir uns bei der Wärme sparen.

Sofort fällt uns in den Bergen wieder auf, dass die Luft hier oben immer ganz anders ist, viel klarer und frischer. Von der Ruhe ganz zu schweigen…

Grand Hotels und Villen am schönen Lago Maggiore…

Auf der Autobahn geht es von der Küste zügig Richtung Lago Maggiore. Am Lago wechseln wir auf die Landstraße, die am westlichen Seeufer entlang führt, mit schönem Ausblick auf den See. Bei unserem letzten Besuch haben wir nur den Schweizer Norden des Sees besichtigt (Locarno, Ascona), dieses Mal ist der Süden bzw. die Westküste dran.

Wir sind erstaunt, als wir auf dem ersten Camping tatsächlich zu hören bekommen, dass er ausgebucht ist. Und das Anfang September! Der kleine Camping Miralago ein paar Meter weiter hat dann Gott sei Dank noch einen Platz für uns. Deutsche bestimmen hier den Platz. So sehr dass abends doch tatsächlich das Akkordeon ausgepackt und lauthals gesungen wird…

Besonders schön in dieser Gegend ist das Städtchen Stresa. Das Zentrum ist klein und mit wenigen Gassen und einem Platz sehr übersichtlich. Wirklich einmalig ist der Blick auf die vorgelagerten (Borromäischen) Inseln und die Häuser und Villen an der Küstenstraße. Riesige Grand Hotels mit auffallenden Fassaden der Belle Epoque, ein paar Meter weiter pompöse Villen, versteckt hinter hohen Hecken und Mauern. Immer wieder fährt man hier an der Westküste durch kleine Dörfer, vorbei an mit Palmen geschmückten Promenaden. Unzählige Boote und Fähren bieten ihre Dienste für einen Ausflug auf den See an. Ein schönes Fleckchen…