Adria Magistrale – fahren und staunen…

Mit ihren 1200km entlang der kroatischen Küste gilt die Adria Magistrale als eine der schönsten Straßen Europas. Zu Recht! In Dubrovnik einmal auf die schöne Küstenstraße aufgefahren und schon rollt man einfach gemütlich und entspannt die Küste entlang (da sie komplett bis in den Norden durchläuft, braucht man nicht Abfahren oder nach dem Weg schauen, sehr praktisch). Mit grandiosen Ausblicken auf das Meer, die Inseln und die Berge verwöhnt sie einen auf fast jedem Kilometer. Immer wieder einsame und weniger einsame Buchten, sensationelles Wasser, unzählige Fischerboote, kleine Apartmenthäuser. Zwischendurch fährt man durch kleine oder größere Orte, die vorwiegend vom Tourismus geprägt sind.

Zwischen Gradac und Brela fahren wir die 60km lange und bekannte Makarska Riviera entlang. Die beliebte Ferienregion ist landschaftlich ähnlich oder gleich der vorangegangenen Strecke, jedoch mit noch mehr Appartment- und Hotelanlagen. Das ist wohl auch der Grund für die unglaublich vielen Menschen. Selbst am Strand und im Wasser stapeln sich die Leute fast. Alle Parkplätze sind dicht. Wie verwöhnt wir doch von Peljesac sind… „Menschen-Höhepunkt“ ist weiter nördlich Omiš. Das Städtchen liegt beeindruckend am gewaltigen Canyon. Kurz überlegen wir ob heut ein Feiertag ist, denn Menschen- und Blechlawinen schieben sich durch den Ort. Ewig lange Staus. Der Camping, hoffnungslos überfüllt. Schnell weiter.

Dann wird es wieder ruhiger. Gott sei Dank. 6 km vor Split sind wir nun auf dem Camping Stobrec, und haben mit viel Glück den letzten Meer-nahen Platz ergattert. Nun heißt es, schwimmen, entspannen, und morgen Split besichtigen. Und langsam wieder an den Trubel gewöhnen… man, diese Hauptsaison! 😉

Ach ja,

apropos Hauptsaison: da ist es dann auch ganz normal, wenn plötzlich ein Auto mit Musik in voller Lautstärke (dank Verstärker) über den Camping fährt, und ein paar Jungs ihr musikalisches Können darstellen. Heut abend ist das offenbar der Musikact in der Bar. Wir sind gespannt… 🙂

Die Perle der Adria…

… Der Abschied von Peljesac fiel uns schwerer als gedacht. Zur Abfahrts-Erleichterung hat uns Peljesac doch tatsächlich 5 Tropfen Regen und Wolken geschickt (fast schon eine Rarität bei den momentanen Hochsommer-Temperaturen von 35 Grad und mehr). Also los, es muss ja irgendwann auch wieder weiter gehen 😉

Die „Perle der Adria“ Dubrovnik wollen wir noch einen Besuch abstatten, bevor es wieder Richtung Norden geht. Schon vor 5 Jahren hatte uns die Stadt begeistert… wir wollen einfach ein wenig die Erinnerung auffrischen.

Nach wie vor ist die Stadt einmalig und wunderschön. Schon von außen beeindruckt die riesige Befestigungsmauer um die Altstadt. Im Inneren dann die schmalen steilen Gassen, die Paläste, Kloster und Kirchen, die spiegelglatten Platten auf der Hauptflaniermeile Stradun. All das schafft eine tolle Atmosphäre. Wir haben dieses Mal auch die ruhigeren Seitengassen erlaufen, was wirklich lohnenswert ist. Denn während sind unten auf den Hauptachsen die Menschen häufen, herrscht am Rand der Altstadt plötzlich Stille und normales Leben, ohne Touristen, Restaurants und Souvenirs.

Was sich gegenüber unserem letzten Besuch geändert hat, sind die Menschenmassen und Besucherströme. Es ist Hochsaison, das ist uns klar. Aber dass aktuell ganz Italien in Kroatien einfällt, hätten wir nicht gedacht. Zwischendurch haben wir das Gefühl, schon in Italien zu sein. Überall italienische Womos, italienische Familien, italienische Gespräche.

Das mussten wir nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Camping Solitudo (der einzige in Dubrovnik) merken. Noch nie so lange Schlangen (alles Italiener, klar!) an der Rezeption gesehen. Der Camping ist ansonsten ok, aber unglaublich überteuert (mit über 40 EUR pro Nacht der teuerste Platz auf unserer Reise! Ja ja, die Hochsaison…). Die Lage ist nur mittelmäßig: zum Zentrum sind es 3km (also Bus oder Roller), und bis zum Strand sind es immerhin 300m, was bei den jetzigen Temperaturen Schmerzgrenze ist 😉