Fazit Schweden…

… in wenigen Stunden geht es von Stockholm rüber nach Tallinn (Abfahrt 17:45 Uhr).

Prima Zeitpunkt für ein kurzes Schweden-Fazit:

Vom norwegischen Narvik kommend sind wir nach Osten über die schwedische Grenze bis Kiruna. Von dort aus mehr oder weniger entlang der schwedischen Ostküste, um dann bei Hudiksvall einen Abstecher in die Region Dalarna zum Siljansee zu machen. Von dort  wieder rüber nach Osten in die Hauptstadt Stockholm.

Für unseren Geschmack war die Landschaft etwas eintönig (nicht enden wollender Wald gespickt mit einzelnen Seen). Vielleicht waren wir aber auch durch Norwegen etwas arg verwöhnt. Mag sein.

Stockholm hat uns hingegen wirklich sehr gut gefallen und ist auf unserer „Top-Städte-Liste“ nach ganz oben gewandert.

Die Ostseite Schwedens werden wir wohl so schnell nicht mehr besuchen. Dafür aber bei einem der nächsten Urlaube vermutlich den viel reizvolleren Süd-Westen mit seiner Schärenküste.

Vielleicht noch ein Wort zu den Schweden. Wir haben sie als offen, neugierig und höchst freundlich kennen gelernt und uns hier die ganze Zeit über ausgesprochen wohl gefühlt. Angenehm ist auch, dass in Schweden, wie schon in Norwegen (aber auch Dänemark), scheinbar jeder ein gutes Englisch spricht, was das „Erreisen“ des Landes um so einfacher und unkomplizierter macht.

Kurzum: Wir kommen wieder, dann aber geht es in den Westen.

Stockholm hat es geschafft!

Bislang war Sevilla in Spanien bei uns unangefochtene Nummer 1 auf der Liste der schönsten europäischen Städte. Aber Stockholm könnte Sevilla hier den Rang ablaufen. Wenn die beiden auch nur schwer vergleichbar sind, so sind beide auf ihre Art wirklich schöne und zugleich lebendige Städte. Stockholm hat zudem den Vorteil der Wassernähe (sogar sehr viel davon), aber auch den Nachteil der klimatischen Bedingungen (warme und helle Tage sind über das Jahr gesehen eher spärlich gesäht).

Wir haben uns vier Stadtbereiche angeschaut, die im wesentlichen dazu beitragen, dass die Hauptstadt diesen Reiz versprüht.

Die Gamla Stan, zu deutsch Altstadt. Darüber hatten wir ja schon berichtet. Zwei Tage nach der Hochzeit hatten wir jetzt auch mal in Ruhe Zeit, zu gucken. Die gemütlichen Gassen, eingerahmt vom Königspalast und den Kirchen, alles zusammen auf einer Insel – wirklich nett, anzuschauen.

Von dort geht es zum Viertel um den Stureplan. So zu sagen die Kö von Stockholm. Edelboutiquen, Designerläden, schicke Bars, teure Clubs. Ein paar Straßen weiter ansehnliche Straßenzüge mit Altbauten, kleinen Cafes und Läden. Hier wohnen und shoppen die Wohlhabenden.

Das grüne Zentrum Stockholms ist Djurgarden. Eine Insel die vorrangig aus Parkanlagen, vereinzelten Villen und Museen geprägt ist. Hier kann man in Ruhe schlendern, ein Eis essen. Von hier hat man auch einen weiten Blick auf die Altstadt.

Das beste zum Schluss: SoFo. Das Szeneviertel liegt im Stadtteil Södermalm und vergleicht sich zu Recht gerne mit Berlin Mitte oder Prenzlberg. Namentlich soll sich SoFo an SoHo (New York) anlehnen und heißt übersetzt einfach „South of Folkungagatan“ (weil das Viertel südlich der Straße Folkungagatan liegt). Hier geht es nicht um schick und schön, sondern um hip und in. Szenecafes, Nachwuchsdesigner, ausgefallene Geschäfte. Fast nur junge Leute (oder die jung gebliebenen). Ja, hier könnte man sich glatt vorstellen, zu leben.

Von hier kann man dann wieder gemütlich zur Altstadt zurücklaufen. Kulturprogramm haben wir dieses Mal ausgelassen, aber auch davon hat Stockholm natürlich mehr als genug zu bieten.

Ja, Stockholm können wir uneingeschränkt empfehlen! Eine angenehme, vielseitige und interessante Stadt am Wasser.