Die magische Grenze…

… auf unserem Weg in den Norden haben wir wie schon erwähnt einen Stop in Mosjöen gemacht. Das kleine Städtchen liegt ohnehin auf dem Weg an der E6, der einzigen großen Verbindungsstraße zwischen Nord und Süd. Das übersichtliche Holzhausviertel ist wirklich hübsch, und auch noch bewohnt. Restauriert, bunt gestrichen, mit viel Liebe zum Detail stehen die kleinen Häuschen am Flussufer. Der Rest des Ortes ist dagegen eher nichtssagend.

Auf unserem weiteren Wege durch die endlose Waldlandschaft dann endlich: RENTIERE! Direkt an der Straße! Unglaublich wie süß sie aussehen, irgendwie weich und plüschig. Schmatzend haben sie dann auch mal in die Linse geschaut!

Dann war es soweit. Die magische Grenze war erreicht. Am 8.6.2010 um 21.50 Uhr erreichen wir 66°33‘ N, den Polarkreis. Wissenschaftlich gesehen die Grenze zwischen gemäßigter Zone und Arktis bzw. Antarktis. Hier geht am 21. Juni die Sonne einen Tag lang nicht unter. Und (fast) alles was weiter nördlich liegt, hat schon jetzt 24-Stunden-Sonnen-Tage.

Natürlich ging es dann auch noch ins Polarcenter, zum Shoppen 🙂 Das Ergebnis: zwei Norge-Kaputzenpullis, einen Schlüsselanhänger und eine Polarkreis „Figur“.

Nun wollen wir endlich auf die Lofoten (auch hier geht die Sonne schon jetzt nicht mehr unter). Deshalb sind wir zügig bis Bodö gefahren. Ohne Reservierung haben wir tatsächlich fix ein Ticket bekommen. Aber zu früh gefreut. Denn nachdem wir ca. 2 Stunden mit den anderen in der Schlange gewartet haben, und nur noch 3 Autos von der Einfahrt auf’s Schiff entfernt waren, schloss sich die Luke und es hieß „Ferry full“. Großartig! Was für eine Organisation! Also haben wir uns einen Übernachtungsplatz mit Meerblick nördlich von Bodö gesucht, und die Überfahrt zwangsweise einen Tag verschoben. Das wäre damit auch die letzte wirkliche „Nacht“ in Norwegen – denn ab jetzt sind die Nächte passe, und es gibt tatsächlich nur noch Sonnentage!

Nachtrag:

Und so war es auch. Heute Nacht um 01:00 Uhr schien die Sonne noch mit voller Kraft. Daran muss man sich erst mal gewöhnen…

Jetzt stehen wir erneut am Hafen und warten auf die Fähre (10:15) und hoffe, diese Mal dabei zu sein. Immerhin stehen wir nun als erster in der zweiten Reihe. Die erste Reihe war schon wieder voll…

Kleiner Tipps: Wer die Fähre verpasst, sollte nicht auf den Rat des Fährpersonals hören und gegen 09:30 wieder kommen, sondern am besten um 7:00 Uhr, denn, wie gesagt, wir stehen trotz 07:45 Ankunft schon wieder in der zweiten Reihe. Mal schaun, ob es dieses mal klappt 🙂

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