The Fog…

… Nebel des Grauens.

An der Ostküste, genauer gesagt in der Gegend Djursland oberhalb von Arhus, wurden wir Zeuge eines wohl seltenen Naturphänomens.

Wir steuerten gerade einen Campingplatz in der Nähe von Ebeltoft an (freies Stehen ist in DK eher schwierig, zu mindest am Meer), und innerhalb von wenigen Kilometern verwandelt sich der sonnige, wolkenlose Himmel in dichten Nebel.

Grau, dicht, bis auf den Boden. Nein, kein Waldbrand, keine 1000 m Höhenlage – einfach Nebel. Und zwar so stark dass man plötzlich keine 50m weit gucken kann.

Der ausgewählte Camping – komplett im Nebel eingehüllt. Oli kommen Assoziationen von dem Horrorschocker „The Fog – Nebel des Grauens“. Unglaublich. Unheimlich. Noch nie so was gesehen.

Wir versuchen, dem Nebel zu entkommen und fahren bis Fjellerup. Hier ist der Nebel nur noch sanft über dem Meer zu sehen. Zum Abend ist er komplett verflogen.

Der Herr an der Campingplatz-Rezeption erklärt uns am nächsten Tag, dass es etwas mit der Kälte und Aufwärmung des Meeres im Frühjahr zu tun habe. Kommt angeblich nur 1 – 2 x im Jahr vor.

Der Fjellerup Camping ist übrigens ein (fast) reiner Dauercamper-Platz (wie die meisten Plätze in dieser Gegend), was dazu führt, dass man sich immer latent beobachtet fühlt. Dafür liegt dieser Platz ganz ansehnlich an der schönen Ostsee. Und diese ist deutlich wärmer als die Nordsee im Westen.

ps: vor lauter Überraschung haben wir den Nebel völlig vergessen abzulichten…

Trubel statt Totenstille?

Dänemark besticht durch seine Ruhe. Unendliche Ruhe. In manchen Orte sieht man nicht mal einen Menschen auf der Straße. Geht das auch anders?

Klar. Århus steht an. Mit ca. 300.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Dänemarks.

Wird uns hier das Großstadtmolloch-Monster wieder einholen?

Nein, denn Dänemark weiß wie es geht. Keine Hochhaus-Landschaft im Umkreis der Stadt, keine Abgas- oder Lärmwolke. Stattdessen eine moderne, saubere und angenehme Großstadt (groß zumindest für dänische Verhältnisse). Die Menschen: vorwiegend jung und stilbewusst. Die lange Einkaufsstraße zieht sich durch die Stadt. Sowohl die internationalen Standard-Läden wie auch Szene-Viertel mit netten Bars und Cafes. Man fühlt sich irgendwie sofort wohl.

Ein wenig Kultur darf es an diesem Tag wieder mal sein: „Den Gamle By“ heißt das Freilichtmuseum, was total unvermittelt quasi mitten in der Stadt steht. Seit 1914 kann man hier auf einer eingezäunten Fläche 80 historische Häuser bestaunen, das älteste aus dem 17. Jahrhundert (sie wurden aus verschiedenen Regionen hier her verpflanzt). Es wurde so ein gesamtes Dorf „nachgebaut“ mit allem was dazugehört. Schön gemacht: in jedes Haus kann man hinein gehen, die alten Einrichtungen und Werkzeuge anschauen, wie z.b. die des Schuhmachers, des Schneiders oder des Schreiners. Dank vieler Originalgeräusche (z.B. in der Schreinerei) sehr gut nachvollziehbar, das Leben von damals. Natürlich laufen die „Mitarbeiter“ in original getreuer Kleidung umher, und manche Läden werden heute wie damals betrieben (beim Bäcker kann man Brot und Teilchen kaufen).

Arhus – eine lohnenswerte Stadt Dänemarks!

Unser neuer Lieblingsbuchstabe!

Einfach von A bis Z ist ja irgendwann auch langweilig. Andere Länder, andere Sitten.

Deshalb gibt es jetzt das „Ø“. Gesprochen wird dieses lustige durchgestrichene O einfach „Ö“.

Das „Ø“ scheinen die Dänen sehr gern zu haben. Denn in vielen Worten kommt es zum Einsatz. Zum Beispiel in einem unserer neuen Lieblingsworte: „Øl“.  Gesprochen Öl. Übersetzt heißt es „Bier“. Eine ziemlich treffende Bezeichnung!

Mittags gibt es dann gern mal das geliebte „smørebrød“. Wer Fleisch („kød“) kauft, hat die Wahl zwischen „svinekød“ und „oksekød“.

Auch auf der Landkarte kann man das Ø bestaunen. Vor wenigen Tagen sind wir durch Tønder und Møgeltønder gefahren.  Danach waren wir auf der Insel Rømø. Mal schauen, was sonst noch folgt.

Schon lustig, die Dänen!

In diesen Sinne, farvel! (ganz ohne ø 😉

Plattes Land…

… und ganz viel Sonnenschein! 🙂 Wir sind in Dänemark angekommen.

Von Sankt Peter-Ording ging es über Husum hoch nach Dänemark. Kurz hinter der dänischen Grenze, auf dem Weg lagen Tønder und Møgeltønder.

So ähnlich die Namen, so unterschiedlich die Orte.

Tønder ist ein ruhiges, authentisches und kleines dänisches Städtchen. Alles geht seinen Gang, um 17:30 Uhr werden die Bordsteine hochgeklappt.

Møgeltønder ist kein normaler Ort, vielmehr eine sehr ansehnliche gepflasterte Dorfstraße, die links und rechts mit niedlichen, alten Häusern gesäumt ist. Ein wenig Museumsstadt, sehr malerisch, aber wirkliches Leben findet man hier kaum.

Weiter ging es nach Rømø, die beliebte Bade-Insel an der Westküste.

Hier gibt es vor allem eins: Wahnsinns-Strände! Unglaublich beeindruckend ist der Sønderstrand im Süden. Man fährt über die Kuppe des Deiches und steht vor einem schier endlosen Sandstrand. So breit und lang dass man das Meer nicht sehen kann! Man denkt, da wäre Meer am Horizont, aber wenn man weiter fährt, merkt man, Pustekuchen, eine Fatamorgana. Angeblich ist er ganze 2km breit! Noch nie so etwas Gigantisches gesehen! Entsprechend viele Strandsegler sind hier unterwegs. Vielleicht müssen wir das auch mal lernen… 🙂

Von Rømø ging es die Küste hoch. Wir wollten mal ein paar Altlasten aufarbeiten. Also ging es zu den bereits vor 5 Jahren besuchten Orten Vejers-Strand und Hvide Sande. In Vejers hatten wir uns damals mit unserem alten Womo ordentlich am Strand festgefahren, und Hvide empfanden wir irgendwie etwas langweilig.

Vejers hat uns damals schon gefallen, aber diesmal fanden wir es irgendwie noch schöner. Direkt mitten auf dem Strand zu stehen, auf dem weißen, feinen Sand und auf das nahe Meer zu schauen, ist kaum zu toppen. Natürlich haben wir uns NICHT festgefahren, man lernt ja auch hier dazu.

Hvide Sande ist immer noch ruhig und, sagen wir, nüchtern. Dafür haben wir einen ganz brauchbaren Stellplatz vor dem Hafen, direkt hinter dem Deich, entdeckt, wo wir die gestrige Nacht verbracht haben. Heute morgen haben wir dann erst einmal direkt frischen Dorsch erstanden.

Aktuell stehen wir nun in Klitmøller, DEM Surf- und Kitespot Dänemarks. Sehr viel junges Volk hier (natürlich Surfer). Wir basteln gerade an der Route für die nächsten Tage. Wir wollen ein wenig Richtung Osten, durch den Limfjord, und bis nach Arhus rüber, womöglich mit einem Abstecher nach Anholt, Robben schauen. In Aalborg gibt es nächste Woche den größten Karnevals Nordeuropas, mal sehen ob das zeitlich passt… Norwegen läuft ja nicht weg.

P.S. haben heut den neuen Gasgrill eingeweiht! Hat dem Dorsch richtig eingeheizt! Ein geiles Teil, so ein Gasgrill!

SPO…

… oder anders gesagt: Sankt Peter Ording. Hier sind wir nun.

Die Fahrt bis Hamburg was bestens, auch wenn es so einige Baustellen auf der A1 gibt (vom dauerhaften LKW Überholverbot ganz abgesehen 😉  ).

In HH dann, vor dem Elbtunnel, war Schluss mit bestens. 18km in 2 Stunden. Stau wie er schöner kaum sein kann…

Letztlich kamen wir gegen 22 Uhr am Montagabend in SPO an, haben kurz das „Freisteh- Potential“ ausgelotet (extrem viele „Buh-Schilder“), was uns am Ende auf den Platz „Reisemobilhafen“ getrieben hat (Nacht 12EUR/ Strom 3EUR).

Gestern haben wir zu unserer „freudigen“ Überraschung erneut festgestellt, dass einer unserer Hinterreifen seine Luft nicht dauerhaft hält. Das erste Mal haben wir dies in der Normandie bemerkt. Scheinbar muss doch etwas im Reifen stecken…

Kurzer Hand ging es rüber ins 12 Kilometer entfernte Garding in die dortige Reifenwerkstatt.

30 Minuten später und 37 EUR ärmer war der Reifen vom Übeltäter, einer kleinen Schraube, befreit, repariert und wieder am Auto montiert. Der informierte Leser hat nun bemerkt, dass wir dazugelernt haben und dieses mal nicht, wie noch in Marokko, neue Reifen gekauft haben 😉

Mit wieder funktionstüchtigem Reifen ging es entspannt zurück nach SPO. Ein längerer Spaziergang durch die Orte von SPO (Dorf und Bad) folgte sowie ein kurzer „Check“ des Strandes (gut 20 Kiter waren hier auf dem Wasser bei klasse Wind aber auch nur 11 Grad Wassertemperatur, was uns deutlich zu kalt ist). Danach ging es rein zu „Gosch“ Fisch essen und anschließend plantschen im Salz- und Wellenschwimmbad „Dünen-Therme“.

Heute, eher gesagt gleich, werden wir gemütlich weiter Richtung Norden rollen.

Entgegen der ursprünglichen Planung nehmen wir uns etwas mehr Zeit mit der Ankunft in Norwegen, da uns Wetter und Natur in Norge noch nicht sooo ganz „passen“.

Von daher erkunden wir vorerst ein paar Ecken des schönen Dänemarks. Und, wenn der Wetterbericht stimmt, dies bei schönstem Sonnenschein…

…wir werden berichten 😉

(Fast) alles drin…

… heute haben wir 2 Stunden in der Halle verbracht um zu schauen, wie auch noch das Boot in die Heckgarage passt, das heißt OHNE die dann noch anzumontierende Bühne zu nutzen.

Nachdem wir das damals für das Boot extra gebaute Gestell etwas modifiziert haben, passt nun ganz bequem das Boot und der Roller (und natürlich das gesamte Kitesurf-Zeug) in die Garage.

Nur die Falträder müssen draußen bleiben, da wir uns entschieden haben doch noch eine 2. graue deutsche 11kg Gasflasche (sicherheitshalber und für den neuen Gasgrill) mit zu nehmen (Flasche UND Räder haben ziemlich genau nicht mehr gepasst).

Der Norden kann also kommen. Montag geht es in einem Rutsch hoch nach DK J

(Griechenland 2009)

(Hier, für Interessierte, der ganze Bericht Griechenland Mai/Juni 2009)

Norwegen, wir kommen…

… alles ging schneller als erwartet.

Unsere Erledigungen wie Steuerberater, Impfungen, Ohrenarzt und neue Literatur kaufen war in zwei Tagen erledigt.

Zuvor haben wir natürlich die geliebte Familie endlich mal wieder gesehen. Einige Freunde haben wir schon getroffen, weitere folgen noch.

Unser Wohnmobil haben wir inklusiver frischer Inspektion bereits heute wieder aus der Werkstatt abholen können, den Roller holen wir Freitagnachmittag aus der Inspektion.

Samstag wird dann geprüft, ob wir das Motorschlauchboot ebenfalls zuladen und wenn, ob der Roller weiterhin in der Heckgarage mitfährt oder er auf die (dann wieder anzubauende) Bühne muss.

Sonntag treffen wir dann noch Freunde zum Frühstück, erledigen die letzten Dinge und Montag geht es endlich los, hoch in den Norden.

Wir freuen uns sehr auf Norwegen – auf Elche, Walsafaris, grandiose Fjordlandschaften, Gletscherwanderungen, die Mitternachtssonne und und und…

Für den Hinweg haben wir uns entschieden, am nördlichen Ende Dänemarks überzusetzen und nicht bereits die Fähre ab Kiel zu nehmen. So können wir auch noch ein wenig von Dänemark sehen.

Die Zeit zu Hause war schön, aber mit jedem weiteren Tag hier wird der Wunsch des Weiterfahrens gleichermaßen größer 🙂

Und jetzt, jetzt schauen wir uns, quasi als Einstimmung, die beiden Norwegen DVD`s von Golden Globe an 🙂

Facts & Figures. Der April in Zahlen…

… zur „WoMo-Reise-Halbzeit“ hier noch ein paar Zahlen.

Der April war geografisch zweigeteilt: ca. 2 Wochen in Spanien, dann 2 Wochen durch Frankreich.

In Spanien haben wir fast ausschließlich auf Campingplätzen gestanden. In Frankreich wurde es dann günstiger, weil wir fast ausschließlich auf (teilweise sogar kostenlosen) Stellplätzen standen.

Trotzdem haben wir den Schnitt wieder etwas angehoben. Großer Kostenpunkt ist und bleibt die Nahrungsaufnahme (Gott sei Dank stehen die Kosten in keinerlei Relation zum Körpergewicht 😉

Ausgaben:

April pro Tag: 75,92 EUR

Gesamt pro Tag: 69,89 EUR (Nov. – Apr.)

Ausgaben-Split:

Tanken: 18% (gesamt 18%)

Maut: 3% (gesamt 2%)

Campingplatz/Stellplatz/Parkplatz: 17% (gesamt 17%)

Lebensmittel/Essen gehen: 51% (gesamt 47%)

Sonstige: 11% (gesamt 16%)

Gefahrene Kilometer:

Im April gefahren: 2.619 km (gesamt 18.647 km)

davon mit dem WoMo 2.546 km = 97% (gesamt 89%)

mit dem Roller 73 km = 3% (gesamt 11%)

Diverse im April:

Nur noch 2 klitzekleine Regentage (einer in Spanien, einer in Frankreich…)

3 x Wäsche gewaschen – diesmal sogar auch 3 x einen Trockner benutzt, echt praktisch so ein Teil!

Wieder mal ziemlich viele Fotos gemacht (1.728 um genau zu sein)

Bei 29 Grad im Schatten entspannt – der heißeste Tag im April (am 21.4. in Montalivet)

2 Mal eine idyllische Insel-Fahrradtour (mit jeweils geschätzten 20-25km) gemacht

Ganze 114m auf die höchste Düne Europas geklettert

Endlich mal wieder Kiten gewesen – geschätzte 5-7 Mal

2 x großartige holländische Frikandel am Strand gegessen (Danke Tigga!)…ganz zu schweigen von den super selbst gemachten Pommes

257 Treppenstufen mit Drehwurm auf uns genommen – um von dem Phare des Baleines (auf der Ile de Re) einen tollen Ausblick über die Insel zu haben

1 x durch’s Meer gefahren (über die Passage du Gois auf der Ile de Noirmoutier)

Heimaturlaub…

… am Donnerstag sind wir wie geplant durch Deutschland und in die Heimat gefahren.

Hier wollen wir das kleine Motorschlauchboot zuladen, denn die norwegischen Fjorde sind das nächste Ziel und der Sommer steht auch bald vor der Tür.

Und da wir gerade hier sind, geht am Dienstag das WoMo für zwei, drei Reparaturen in die Werkstatt und die Honda zur verdienten Inspektion.

Die Zeit dazwischen nutzen wir um ein paar Dinge zu erledigen sowie Familie und Freunde zu treffen.

Ach ja, nach Etretat sind wir langsam hoch die uns nun wieder bekannte Küste Frankreichs bis zur belgischen Grenze hochgerollt.

Auch wenn wir jedes Mal wieder gerne in dieser Ecke Frankreichs sind, sparen wir uns hierauf weiter einzugehen und verweisen der einfachheithalber auf unsere kleinen Reisen aus 2008 und 2009.

Frankreich 2009

Frankreich 2008

PS:

„Der April in Zahlen“ wird im Laufe des morgigen Abends zusammengestellt und wie gewohnt veröffentlicht.

Die letzten Tage aufholen…

… Frankreich und das Internet ist eine Geschichte für sich. So kommt es, dass wir doch weniger online sind als gedacht (freie W-lan Spots gibt es so gut wie gar nicht).

Somit hier ein kleiner Abriss der letzten Tage als Rückschau.

Von Quiberon aus sind wir in Carnac vorbeigefahren. Dieses Örtchen ist vor allem deshalb bekannt, weil es die größten Megalithfelder der Welt beheimatet. Das heißt konkret, ca. 3000 Menhire, auf mehrere Felder verteilt.  Die genaue Entstehung dieser „Steinfelder“ 5000 – 2000 v.Chr. und die Nutzung gibt den Forschern bis heute Rätsel auf. Das Feld von „Menec“ war weniger beeindruckend, das von „Kermario“ ist deutlich spannender (mehr große Steine). Man fragt sich immer wieder, wie diese Dinger über so lange Zeit überhaupt noch stehen bleiben, bei der Form!?

Ein Blick auf die Großwetterlage zeigte uns, dass die Bretagne (d.h. der Westen, Richtung Brest) wohl von mehr Regen geprägt ist als andere Gebiete in Frankreich, also entscheiden wir, einmal „querfeldein“ zu fahren, und von Quiberon 150km nach Norden in die Normandie zu fahren. (Die Bretagne sparen wir uns für einen späteren Urlaub auf).

Unser Ziel war der Touristen-Magnet „Mont Saint Michel“.

Schon länger wollten wir ihn auch mal bestaunen, den sagenumwobenen Klosterberg. Und in der Tat, schon der Anblick von Weitem ist beeindruckend. Spitz und auffallend ragt der Berg mit seinem riesigen Kloster aus der sonst relativ ebenen Landschaft hervor. Wir haben viel über den Tourirummel gelesen, und so war es auch.

Natürlich in der Nebensaison alles in halbwegs erträglichem Maße. Schon lange nicht mehr so viele Reisebusse und entsprechende Touris, vorallem Asiaten, gesehen. Selbst abends oder frühmorgens pilgern schon unzählige Menschen den langen Deich entlang. Erstaunlich! Da der nahe Parkplatz (laut Hinweisschild) bei Flut unter Wasser stehen soll, müssen wir den entfernten Parkplatz nutzen (sogar kostenlos) und einen kleinen Fußmarsch in Kauf nehmen.

Fazit: Mont Saint Michel ist wirklich sehenswert, vor allem abends bzw. nachts, wenn das Kloster schön erleuchtet auf dem Berg thront (von dem Parkplatz aus in Sichtweite).

Übrigens hat die Bucht um Mont St. Michel mit 14 Metern den größten Tidenhub in Europa. Das merkt man deutlich, wenn der Klosterberg steht meist mehr auf Land als im Wasser.

Am nächsten Tag hieß es dann „Cotentin“. So nennt sich die Halbinsel oberhalbvon Mont Saint Michel. Wir sind bis zur Küste bis zum Cap de la Hague gefahren. Aber die dort ansässige nukleare Wiederaufbereitungsanlage der Cogema lässt die Landschaft irgendwie nicht so idyllisch wirken.

So ging es weiter zu den Landungsstränden der Alliierten. Utah, Omaha, Gold, Juno, Sword – so nennen sich noch heute die Strandabschnitte, an denen am 6. Juni 1944 die Alliierten die deutsche Besatzung beendeten. Neben diversen Museen gibt es unzählige Denkmäler zu erkunden. Sehr beeindruckend war der amerikanische Soldatenfriedhof. So schön die Landschaft und die Dörfer, so schwer und irgendwie traurig ist die Stimmung in dieser Gegend. Die Geschichte lässt sich nicht ausblenden…

Kontrastprogramm erwartet einen, wenn man die Küste weiter hoch fährt. Denn plötzlich tauchen die schönen Seebäder auf. Wie zum Beispiel Trouville und Deauville. Wirklich beeindruckend, die großen Villen in Fachwerkstil. Wir stehen am Jachthafen in Trouville, mit Blick auf das (obligatorische) Casino.

Heute ging es dann natürlich weiter Richtung Norden. Etretat mit seinen Kreidefelsen wollten wir natürlich auch einmal sehen. Der Ort wirkte etwas verschlafen, aber mit unzähligen Touri-Kitsch-Buden. Die Kreidefelsen sind aber atemberaubend. Nach einem ca. 15 Min. Fußmarsch steht man oben auf der Klippe und schaut auf die bizarren Felsformationen.

Aktuell stellen wir in Fecamp, am Hafen. Wir werden wie gewohnt weiter hochtingeln, und werden wie immer berichten… 😉