Bald vom Sand verschlungen!

Im letzten Artikel schon erwähnt aber nur aus der Ferne betrachtet, heute nun aus der Nähe. Unglaublich wenn man sich vorstellt, dass der Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr noch bis 1968 betrieben wurde, und heute im Flugsand der bis zu 90 m hohen Düne versinkt.

Wie viel Kraft der Sand hat, merkt man am eigenen Leib, wenn man bei stärkerem Wind auf die Düne klettert. Keine gute Idee! Eigentlich kriegt man die Augen gar nicht auf, weil die Sandverwehungen sofort und ohne Unterbrechung ins Gesicht schlagen. Aber sonst ist der Anblick auf den raus ragenden Turm schon beeindruckend. Ach ja, neben Windstille ist noch etwas von Vorteil: die größeren Fußwege zur Düne benutzen! Wir dachten wir nehmen einen kleinen Trampelpfad, und steckten innerhalb weniger Minuten in bösen Stachelbüschen fest. Grrr!

Von Sand zu Stein. Genauer gesagt Harz. Wir haben uns in Mygdal eine Bernsteinschleiferei angeschaut. Der nette Schleifer kommt tatsächlich aus Süddeutschland (hat den Laden vor einem Jahr von einem Dänen übernommen), und erklärt so einiges über die glänzenden Schmuckstücke. Wir plaudern ein wenig über das Land, die Dänen, die Lebensart. Er bestätigt noch mal das, was wir auch so empfinden: dass die Dänen ein gemütliches und gelassenes Völkchen sind.

Wie man übrigens Bernstein von normalen Steinen unterscheidet, wird klar als er uns einen Stein und einen Bernstein in die Hand gibt. Bernstein ist im Vergleich unglaublich leicht, es ist fast als hätte man Styropor in der Hand. Natürlich haben wir auch ein kleines Andenken mitgenommen (ein paar Bernsteine in einer Flasche – schön kitschig!)

Nach so viel Sand und Stein musste wieder Wasser her! Hoch im Norden Dänemarks, in Skagen bzw. Grenen, treffen Nord- und Ostsee aufeinander. Das wollten wir uns mal aus nächster Nähe anschauen. Und wirklich: an einer Stelle treffen sich die beiden Gewässer, und dort entstehen gegeneinander schlagende Wellen. Ein wahrhaftiger Wellenkampf. Da stellt man sich gerne mal mit einem Bein in die Nord- und mit dem anderen in die Ostsee.

Man soll aufhören wenn’s am schönsten ist! Nein, keine Angst, wir reisen weiter, aber verlassen Dänemark. Der Aufenthalt war kurz, aber schön. Wir haben viele neue Seiten Dänemarks kennengelernt, und freuen uns jetzt auf Norwegen.

Die Tickets sind gekauft, und morgen geht es um 9:30 Uhr mit der Fähre nach Oslo.

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Der Wind, der…

… Wind, das himmlische Kind hat uns die ganze Nacht beglückt, man hätte meinen können man wäre schon auf der Fähre nach Norwegen bei stürmischer See 😀

Heute morgen, gegen 8 Uhr gemessen, ging es im gewohnten Windtempo weiter:

39 Knoten…

…dann wieder 33 Knoten. Kurz danach über 40 Knoten, leider mit der Kamera zu langsam gewesen.

Dürfte also im Laufe des Tages ein prima Kite-Tag werden 😉

Und so sah der in ein paar Kilometer stehende Leuchtturm in der Düne „Rubjerd Knude“ beim gestrigen Wind aus. Ohnehin versunken in der Wanderdüne, stand er gestern im feinsten Sandsturm 🙂