Die letzten Tage aufholen…

… Frankreich und das Internet ist eine Geschichte für sich. So kommt es, dass wir doch weniger online sind als gedacht (freie W-lan Spots gibt es so gut wie gar nicht).

Somit hier ein kleiner Abriss der letzten Tage als Rückschau.

Von Quiberon aus sind wir in Carnac vorbeigefahren. Dieses Örtchen ist vor allem deshalb bekannt, weil es die größten Megalithfelder der Welt beheimatet. Das heißt konkret, ca. 3000 Menhire, auf mehrere Felder verteilt.  Die genaue Entstehung dieser „Steinfelder“ 5000 – 2000 v.Chr. und die Nutzung gibt den Forschern bis heute Rätsel auf. Das Feld von „Menec“ war weniger beeindruckend, das von „Kermario“ ist deutlich spannender (mehr große Steine). Man fragt sich immer wieder, wie diese Dinger über so lange Zeit überhaupt noch stehen bleiben, bei der Form!?

Ein Blick auf die Großwetterlage zeigte uns, dass die Bretagne (d.h. der Westen, Richtung Brest) wohl von mehr Regen geprägt ist als andere Gebiete in Frankreich, also entscheiden wir, einmal „querfeldein“ zu fahren, und von Quiberon 150km nach Norden in die Normandie zu fahren. (Die Bretagne sparen wir uns für einen späteren Urlaub auf).

Unser Ziel war der Touristen-Magnet „Mont Saint Michel“.

Schon länger wollten wir ihn auch mal bestaunen, den sagenumwobenen Klosterberg. Und in der Tat, schon der Anblick von Weitem ist beeindruckend. Spitz und auffallend ragt der Berg mit seinem riesigen Kloster aus der sonst relativ ebenen Landschaft hervor. Wir haben viel über den Tourirummel gelesen, und so war es auch.

Natürlich in der Nebensaison alles in halbwegs erträglichem Maße. Schon lange nicht mehr so viele Reisebusse und entsprechende Touris, vorallem Asiaten, gesehen. Selbst abends oder frühmorgens pilgern schon unzählige Menschen den langen Deich entlang. Erstaunlich! Da der nahe Parkplatz (laut Hinweisschild) bei Flut unter Wasser stehen soll, müssen wir den entfernten Parkplatz nutzen (sogar kostenlos) und einen kleinen Fußmarsch in Kauf nehmen.

Fazit: Mont Saint Michel ist wirklich sehenswert, vor allem abends bzw. nachts, wenn das Kloster schön erleuchtet auf dem Berg thront (von dem Parkplatz aus in Sichtweite).

Übrigens hat die Bucht um Mont St. Michel mit 14 Metern den größten Tidenhub in Europa. Das merkt man deutlich, wenn der Klosterberg steht meist mehr auf Land als im Wasser.

Am nächsten Tag hieß es dann „Cotentin“. So nennt sich die Halbinsel oberhalbvon Mont Saint Michel. Wir sind bis zur Küste bis zum Cap de la Hague gefahren. Aber die dort ansässige nukleare Wiederaufbereitungsanlage der Cogema lässt die Landschaft irgendwie nicht so idyllisch wirken.

So ging es weiter zu den Landungsstränden der Alliierten. Utah, Omaha, Gold, Juno, Sword – so nennen sich noch heute die Strandabschnitte, an denen am 6. Juni 1944 die Alliierten die deutsche Besatzung beendeten. Neben diversen Museen gibt es unzählige Denkmäler zu erkunden. Sehr beeindruckend war der amerikanische Soldatenfriedhof. So schön die Landschaft und die Dörfer, so schwer und irgendwie traurig ist die Stimmung in dieser Gegend. Die Geschichte lässt sich nicht ausblenden…

Kontrastprogramm erwartet einen, wenn man die Küste weiter hoch fährt. Denn plötzlich tauchen die schönen Seebäder auf. Wie zum Beispiel Trouville und Deauville. Wirklich beeindruckend, die großen Villen in Fachwerkstil. Wir stehen am Jachthafen in Trouville, mit Blick auf das (obligatorische) Casino.

Heute ging es dann natürlich weiter Richtung Norden. Etretat mit seinen Kreidefelsen wollten wir natürlich auch einmal sehen. Der Ort wirkte etwas verschlafen, aber mit unzähligen Touri-Kitsch-Buden. Die Kreidefelsen sind aber atemberaubend. Nach einem ca. 15 Min. Fußmarsch steht man oben auf der Klippe und schaut auf die bizarren Felsformationen.

Aktuell stellen wir in Fecamp, am Hafen. Wir werden wie gewohnt weiter hochtingeln, und werden wie immer berichten… 😉

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