12. Februar. Happy Birthday…

Nach deutscher Zeit hast Du bereits Geburtstag.

Nach unserer Zeit, hier in Portugal, in wenigen Minuten.

Darum brennen auch die Kerzen noch nicht.

Aber gleich, in wenigen Minuten.

Dann wecke ich Dich, wie versprochen. Und wir stoßen an, mit der Witwe, auf Deinen runden Ehrentag …:)

Herzlichen Glückwunsch meine Süße, zu Deinem 30. Geburtstag!

Ich liebe Dich – bis zum Mond. Und noch weiter und weiter und weiter…

Vom spanischen Nationalpark „Donana“ nach Portugal…

… der Nationalpark „Coto de Donana“ ist ein gigantischer nicht enden wollender Pinienwald.

Eigentlich hatten wir uns überlegt uns im Gebiet um Matalascanas niederzulassen aber im Zug des immer näher kommenden runden Geburtstags von Isabell wollten wir etwas mehr Infrastruktur haben.

Von daher haben wir beschlossen weiter die Küste rauf bis an Spaniens Ende oder eben den Anfang Portugals zu fahren. Zurück kommen können wir ja später immer noch.

Gesagt getan, rollten wir auch schon an den Industrieschwaden von Huelva vorbei nach La Antilla, einem Ferienort der Spanier, der um diese Zeit völlig ausgestorben war, und das ist noch untertrieben.

(völlig verlassen der gesamte Ort, am Ende des Fotos ist unser WoMo zu sehen)

Von dort ging es weiter an der Küste entlang nach Isla Cristina, einer kleinen quirligen Stadt. Da wir auf der Suche nach einem Campingplatz und nicht Stellplatz waren und der dortige Campingplatz aus unser Sicht nicht all zu schön gelegen ist, rollten wir über die portugiesische Grenze Richtung Tavira, wo wir nun die nächsten Tage verbringen.

Genauer in Cabana, 5 Kilometer vor Tavira auf dem Campingplatz Ria Formosa für günstige 13 Euro/Nacht inkl. Strom.

Spontan werden wir dann entscheiden ob wir ggf. nochmals nach Spanien fahren (in Jerez ist ab dem 26.02. Flamenco-Festival) oder gen Westen weiter erkunden.

Mal schaun, wonach uns der Sinn steht und sich das Wetter entwickelt J

Nachtrag und Appell:

Es war zu lesen, dass der Bürgermeister von Tavira den Wohnmobilen den Kampf angesagt hat.

Und, wenn man sieht, dass in jeder erdenklichen Ecke Horden über Horden von Wohnmobilen stehen, kann man seine Reaktion nur zu gut verstehen.

Und wieder ein Ort der alsbald von der „Wohnmobil-Landkarte“ gestichen werden muss. Herzlichen Dank an die Horden-Steher…

Wer Sevilla noch nicht gesehen hat, der hat noch kein Wunder gesehen…

… nun sind wir also die knapp 120 Kilometer vom verschlafenen Cordoba rüber in die stolze, schöne und feurige Stadt Sevilla gefahren um zu schauen, ob „Wer Sevilla noch nicht gesehen hat, der hat noch kein Wunder gesehen“ auch zutrifft…

Genächtigt haben wir im 17 Kilometer entfernten Dos Hermanas, einem Vorort Sevillas, den man nicht gesehen haben muss, aber die beiden einzigen Campingplatz weit und breit beheimatet.

Wir entschieden uns für den Camping Villsom, der andere hatte ohnehin geschlossen.

Vorteil: Der Platz liegt verkehrsgünstig an der Nationalstraße nach Sevilla. Nachteil: Der Platz liegt verkehrsgünstig an der Nationalstraße nach Sevilla…

Kosten inkl. Strom: 17 Euro/Nacht.

Die Sanitäreinrichtung, zu mindest im Herrentrakt wurde eben erst erneuert und war entsprechend schön und sehr sauber.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Sevilla…

Um es kurz zu machen. Diese Stadt muss man gesehen haben. Der Ausstrahlung zwischen Schönheit und feuriger Lebensfreude kann man sich nicht entziehen.

Der ein oder andere erinnert sich eventuell noch, in Marrakesch haben wir gesagt, dass wir einen Vergleich vom dortigen Minarett mit dem „Klon“-Minarett in Sevilla anstellen.

Bitteschön, hier das Minarett aus Marrakesch…

…und hier das Ex-Minarett von Sevilla, genannt Giralda.

Zum „Minarett“ gehört natürlich noch die Kathedrale, die ebenfalls mit ihren riesigen Ausmaßen höchst beeindruckend ist. Muss man gesehen haben.

Sevilla ist neben Granada eine der beiden Hochburgen des Flamencos. In sofern lohnt ein Besuch des Flamenco-Museums auf jeden Fall als „Vorbereitung“ auf einen Flamenco Abend. Auch wenn der Flamenco eigentlich aus der Situation heraus entsteht, so ist die „Vorführung“ im „El Arenal (36 Euro inkl. einem Drink pro Kopf) auf höchstem Niveau und ebenfalls absolut empfehlenswert. Aus rechtlichen Gründen verzichten wir an dieser Stelle Bilder des Events hier zu zeigen. Müsst ihr schon selber mal hin 😉

Nach zwei tollen Tagen in dieser fantastischen Stadt, die wir ganz sicher im Laufe der Zeit wieder mal besuchen werden, sollte es wieder zurück an die Küste gehen, genauer an die Küste des Nationalparks „Donana“.

Portugal…

… dort sind wir gerade 🙂

Isabell hat in ganz ganz wenigen Tagen einen runden Geburtstag.

Also brauchten wir für die vielen vielen Geburtstagspakete 🙂 eine postalische Adresse.

Von daher  haben wir uns in der Nähe von Tavira einen Campingplatz gesucht und erkunden derweil von hier aus die Gegend mit dem Roller.

Wie es in Sevilla war (übrigens eine ganz tolle Stadt) und der Weg hier hin nach Portugal, folgt sobald wir eine vernünftige Internet-Verbindung haben.

Sonnige Grüße

Facts & Figures: Der Januar 2010 in Zahlen…

… ja, wir haben offenbar fleißig gespart! 😉

Marokko hat doch einiges „gebracht“. Die Campingplätze waren eben deutlich günstiger, und bei den Lebensmitteln gab es mehr „Basiskost“ (viel Gemüse etc, was dort extrem günstig ist).

Ausgaben:

Januar pro Tag: 41,60 EUR

Gesamt pro Tag: 61,99 EUR (Nov. – Jan)

Ausgaben-Split:

Tanken: 16% (gesamt 16%)

Maut: 1% (gesamt 3%)

Campingplatz/Stellplatz/Parkplatz: 19% (gesamt 21%)

Lebensmittel/Essen gehen:  55% (insgesamt 47%)

Sonstige: 9% (gesamt 15%)

Gefahrene Kilometer:

Januar: 2.602 km (ges. 8.884 km)

davon mit dem WoMo 2.167 km = 83% (ges. ebenfalls 83%)

mit dem Roller 435 km = 17% (gesamt ebenfalls 17%)

Diverses im Januar:

1,5 Regentage (wiedermal Agadir) + einer in Marrakech

Wieder 3 x Wäsche gewaschen (scheint unser neuer Standard zu werden)

1 x gegrillt (das erste Mal auf der Reise!)

2.038 Fotos gemacht (man, da müssen wir langsam wohl mal „ausmisten“ – wer soll sich die alle irgendwann mal anschauen… 😉

5 neue Rezepte probiert (darunter eine grandiose Zwiebelsuppe… mmmmhhhh)

1 x Bücher mit den Womo-Nachbarn getauscht

Geschätzte 127 x von Händlern, Kindern oder anderen „Nervensägen“ mit klaren Absichten angequatscht worden

0 EUR für Internet bezahlt – weil mit der Antenne irgendwie (fast) immer einen W-Lan-Spot gefunden

3 x viel Spaß beim Surfen gehabt (und entschieden, dass wir noch viiiiiel üben müssen 😉

3 leckere, ganze Brathähnchen (für je nur 3,50 EUR) im Supermarkt in Marokko gekauft (beim zweiten Mal haben wir 2 Ganze gegessen, wohl zu viel, danach war uns schlecht…)

2 x die schlechtesten Straßen unserer Reise (unseres Lebens?) gefahren (kaputt, 1spurig, teilweise Piste)

1 Birne (Blinker) getauscht

29 Grad und damit heißesten Tag in Agadir erlebt

0,0 Geräusche in der Wüste vernommen, einfach einzigartig…

Cordoba – Geschichte ziemlich anschaulich…

Cordoba stand bei uns vor allem aufgrund der Mezquita, der Kathedrale der Stadt, auf dem Programm.

Die Stadt selbst, mit 320.000 Einwohnern einer der größten Städte Andalusiens und einstige Hauptstadt dieser Region, wirkt spontan etwas verschlafen. Nicht modern und jung, eher etwas altbacken, aber durch die schöne Altstadt irgendwie gemütlich und typisch spanisch. Es gibt viele Kirchen, Türme und Museen – uns interessiert aber nur die Mezquita.

Die Mezquita wird gerne als Moschee-Kathedrale bezeichnet, und diesem Namen macht sie wirklich alle Ehre. Die Geschichte in Kurzform: zunächst stand an ihrer Stelle eine Kirche, diese wurde von den muslimischen Herrschern zerstört und es entstand die heute noch erhaltene Moschee, die ständig erweitert wurde. Mit final über 22.000m2 machte sie Cordoba seinerzeit zu dem Pilgerzentrum der islamischen Welt. Erst ca. 500 Jahre später (als Cordoba wieder unter christlicher Herrschaft war), lies der damalige König die gewaltige Kathedrale erbauen, und das inmitten der Moschee.

Die Mezquita lebt in der Tat von diesem Kontrast, der gigantischen Kathedrale inmitten des Säulenwaldes (mit 800 Säulen!) der Moschee.

Wir sind ja sonst nichts so richtig „geschichtsversessen“, aber hier müssen auch wir sagen: Ein beeindruckendes Bauwerk und eine großartige Veranschaulichung der Geschichte der Stadt.

Nun gehts weiter. „Wer Sevilla nicht gesehen hat, hat noch keine Wunder gesehen“, besagt ein altes Sprichwort.
Das werden wir nun mal überprüfen und uns auf den Weg nach Sevilla machen…

Es geht weiter…

Nach Marokko waren vier Tage Tarifa genau das richtige.

2 Stunden kiten, ein bisschen lesen, durch Tarifa bummeln, sich im Cafe niederlassen und dem Treiben auf der Straße zuschauen, den Supermarkt von den vielen leckeren Sachen befreien die wir die 1,5 Monate zuvor nicht bekommen konnten – und alles, alles ganz entspannt, ohne ständig unter Beobachtung zu stehen oder laufend „hello my friend…“ zu hören. Einfach herrlich!

Nach diesen ruhigen vier Tagen treibt es uns nun weiter, denn Sevilla und Cordoba stehen noch auf „unserer Liste“.

Und da das Wetter gerade genau richtig ist für Städte-Sightseeing, ging es erst einmal gute 130 Kilometer hoch nach Rota, und weiter nach Chipiona. Hier in Chipiona soll es einen Campingplatz am südlichen Ortseingang geben. Das war mal…

Also rollen wir ein paar Hundertmeter weiter direkt ans Meer und setzen uns erst einmal zwei Stunden in die Sonne. Hier kann man übrigens auch bestens über Nacht stehen, außerhalb der Saison, versteht sich.

Wir beschließen jedoch wieder zurück nach Rota zu fahren nochmals durch die beschauliche Stadt am Meer zu bummeln und anschließend im Hafen zu nächtigen.

Direkt am Hafen ist übrigens ein Kitespot der prima bei Ost funktioniert.

Nach einer sehr ruhigen Nacht (die Polizei ist zu mindest bis Mitternacht jede Stunde ein mal Patrouille gefahren, danach haben wir geschlafen), ging es weiter hoch nach Sanlucar.

Sanlucar ist nach Einwohnern etwas mehr als doppelt so groß wie Rota (ca.60.000 vs. 25.000) und es macht Spaß durch die hübsche Stadt und trubelige Markthalle zu schlendern. Nach dem wir kurz noch in der Bodega „Argüeso“ eine Flasche vom hiesigen Manzanilla, in unserem Falle von San Leo, erworben haben ging es weiter, ohne die, so sagte man uns in der Bodega, sensationellen Langusten des Ortes zu probieren. Ziel: Carmona, ca.30 km östlich von Sevilla.

(ratet mal welche Wurst Isa dort erstanden hat? Kleiner Tipp: auch hier geht der Metzger mit dem Ernährungstrend… 🙂  )

Hier in Carmona wurde eine „Totenstadt“ mit angeblich 1.000 Gräbern vor einiger Zeit entdeckt. Man könnte auch sagen, ein Friedhof in denen Menschen in, platt gesagt, Höhlen (ok, zum Teil auch Hallen) beigesetzt wurden.

Wir fanden das alles wiedererwartend unspektakulär und eher keine Reise wert, aber das Städtchen Carmona ist es auf jeden Fall. Die Altstadt mit ihren vielen Gassen und Plätzen ist absolut sehenswert.

Übrigens: Parken und bei Bedarf sicherlich auch angenehm ruhig Übernachten kann man bestens am „Puerta de Cordoba“, grandioser Blick in die weite Ebene der Landschaft inklusive.

Nachteil: bis zu den Gräbern läuft man gut und gerne 30 bis 45 Minuten, da diese auf der anderen Seite der Stadt etwas außerhalb liegen.

Vorteil: hier parkt man ruhig und direkt am Eingang der Altstadt.

Ursprünglich war der Plan auf dem Weg nach Cordoba noch drei andere Orte die mehr oder weniger auf dem Weg liegen „mitzunehmen“, aber das machen wir auf dem Rückweg, wenn es von Cordoba nach Sevilla geht.

An diesem Tag sollte „nur noch“ der Campingplatz „El Brilliante“ in Cordoba unser Ziel sein. Der Platz liegt im Grunde mitten in der Stadt, recht ruhig gelegen in einem Wohngebiet. Aber so eine Lage hat leider auch seinen Preis: 21 Euro zzgl. sagenhaften 5 Euro Strom und das in der Nebensaison sind schon ein Wort.

Andererseits, so gerne wir frei stehen, so ungern machen wir dies in großen Städten. In sofern ist uns unsere Sicherheit die 26 Euro wert.

Und jetzt (Do., 04.02.10 / 11:19 Uhr) starten wir durch und laufen runter in die Stadt. Mal schaun wie Cordoba „so ist“…