Es regnet…

… es regnet, die Erde wird naß.

So, wie prognostiziert, hat uns seit 10 Minuten die lange angekündigte Regenfront erreicht. Und, wenn man dem Wetterbericht Glauben schenken will, hält diese nun auch für ein paar Tage an.

Schätze das ist die gleiche Front die selbst in Agadir für Regen sorgt und in Deutschland erneut ordentlich Schnee vom Himmel fallen läßt.

Na, wenigsten ziehen die Temperaturen wieder auf gute 16 Grad an. Und beklagen wollen wir uns nach vielleicht 5-6 Regentagen innerhalb der letzten drei Monate auch nicht wirklich 🙂

Aber ab Übermorgen wieder Sonnenschein, das wäre schon schön 😉

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Tavira, Faro und Olhao

…  gerade mal 10 Mio. Einwohner zählt Portugal. Davon lebt ca. die Hälfte in den drei „Ballungszentren“ rund um Porto, Lissabon und Setubal. Kein Wunder also, dass die Städte im übrigen Land recht klein und angenehm überschaubar sind.

Durch Städte oder besser gesagt Städtchen wie Tavira oder auch Faro ist man von daher recht schnell durchspaziert…

… hier ein paar Bilder der letzten drei, vier Tage:

Tavira:

Faro:

Der Hausstrand von Faro liegt in Richtung Flughafen, einige Kilometer ausserhalb der Stadt.

Mit dem Auto direkt an den Strand zu fahren ist in dieser Gegend zwischen Spanien und Faro eher eine Seltenheit. Die Landschaft hier ist geprägt von vorgelagerten Lagunen, so dass in den meisten Fällen ein Boottransfer zum Strand erforderlich ist.

Gut, dass kein Badewetter ist, sonst hätten wir uns wohl etwas geärgert, dass wir unser Motorbötchen zu Hause gelassen haben und erst im Mai zuladen werden.

Olhao:

Frei stehen…

… heute in Manta Rota, wo wir kurz rüber gerolltert sind.

Warum tut man sich sowas an?

Nur um die 13 Euro Campingplatz zu sparen. Oder zu beweisen, dass man autark ist?

Stoßstange an Stoßstange. Dazwischen die lärmenden Generatoren…

Da stellen wir uns lieber auf den Campingplatz, haben eine gute Infrastruktur inkl. Internet oder fahren weiter bis wir einen Platz finden der „frei! stehen“ auch wirklich zu lässt.

12. Februar. Happy Birthday…

Nach deutscher Zeit hast Du bereits Geburtstag.

Nach unserer Zeit, hier in Portugal, in wenigen Minuten.

Darum brennen auch die Kerzen noch nicht.

Aber gleich, in wenigen Minuten.

Dann wecke ich Dich, wie versprochen. Und wir stoßen an, mit der Witwe, auf Deinen runden Ehrentag …:)

Herzlichen Glückwunsch meine Süße, zu Deinem 30. Geburtstag!

Ich liebe Dich – bis zum Mond. Und noch weiter und weiter und weiter…

Vom spanischen Nationalpark „Donana“ nach Portugal…

… der Nationalpark „Coto de Donana“ ist ein gigantischer nicht enden wollender Pinienwald.

Eigentlich hatten wir uns überlegt uns im Gebiet um Matalascanas niederzulassen aber im Zug des immer näher kommenden runden Geburtstags von Isabell wollten wir etwas mehr Infrastruktur haben.

Von daher haben wir beschlossen weiter die Küste rauf bis an Spaniens Ende oder eben den Anfang Portugals zu fahren. Zurück kommen können wir ja später immer noch.

Gesagt getan, rollten wir auch schon an den Industrieschwaden von Huelva vorbei nach La Antilla, einem Ferienort der Spanier, der um diese Zeit völlig ausgestorben war, und das ist noch untertrieben.

(völlig verlassen der gesamte Ort, am Ende des Fotos ist unser WoMo zu sehen)

Von dort ging es weiter an der Küste entlang nach Isla Cristina, einer kleinen quirligen Stadt. Da wir auf der Suche nach einem Campingplatz und nicht Stellplatz waren und der dortige Campingplatz aus unser Sicht nicht all zu schön gelegen ist, rollten wir über die portugiesische Grenze Richtung Tavira, wo wir nun die nächsten Tage verbringen.

Genauer in Cabana, 5 Kilometer vor Tavira auf dem Campingplatz Ria Formosa für günstige 13 Euro/Nacht inkl. Strom.

Spontan werden wir dann entscheiden ob wir ggf. nochmals nach Spanien fahren (in Jerez ist ab dem 26.02. Flamenco-Festival) oder gen Westen weiter erkunden.

Mal schaun, wonach uns der Sinn steht und sich das Wetter entwickelt J

Nachtrag und Appell:

Es war zu lesen, dass der Bürgermeister von Tavira den Wohnmobilen den Kampf angesagt hat.

Und, wenn man sieht, dass in jeder erdenklichen Ecke Horden über Horden von Wohnmobilen stehen, kann man seine Reaktion nur zu gut verstehen.

Und wieder ein Ort der alsbald von der „Wohnmobil-Landkarte“ gestichen werden muss. Herzlichen Dank an die Horden-Steher…

Wer Sevilla noch nicht gesehen hat, der hat noch kein Wunder gesehen…

… nun sind wir also die knapp 120 Kilometer vom verschlafenen Cordoba rüber in die stolze, schöne und feurige Stadt Sevilla gefahren um zu schauen, ob „Wer Sevilla noch nicht gesehen hat, der hat noch kein Wunder gesehen“ auch zutrifft…

Genächtigt haben wir im 17 Kilometer entfernten Dos Hermanas, einem Vorort Sevillas, den man nicht gesehen haben muss, aber die beiden einzigen Campingplatz weit und breit beheimatet.

Wir entschieden uns für den Camping Villsom, der andere hatte ohnehin geschlossen.

Vorteil: Der Platz liegt verkehrsgünstig an der Nationalstraße nach Sevilla. Nachteil: Der Platz liegt verkehrsgünstig an der Nationalstraße nach Sevilla…

Kosten inkl. Strom: 17 Euro/Nacht.

Die Sanitäreinrichtung, zu mindest im Herrentrakt wurde eben erst erneuert und war entsprechend schön und sehr sauber.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Sevilla…

Um es kurz zu machen. Diese Stadt muss man gesehen haben. Der Ausstrahlung zwischen Schönheit und feuriger Lebensfreude kann man sich nicht entziehen.

Der ein oder andere erinnert sich eventuell noch, in Marrakesch haben wir gesagt, dass wir einen Vergleich vom dortigen Minarett mit dem „Klon“-Minarett in Sevilla anstellen.

Bitteschön, hier das Minarett aus Marrakesch…

…und hier das Ex-Minarett von Sevilla, genannt Giralda.

Zum „Minarett“ gehört natürlich noch die Kathedrale, die ebenfalls mit ihren riesigen Ausmaßen höchst beeindruckend ist. Muss man gesehen haben.

Sevilla ist neben Granada eine der beiden Hochburgen des Flamencos. In sofern lohnt ein Besuch des Flamenco-Museums auf jeden Fall als „Vorbereitung“ auf einen Flamenco Abend. Auch wenn der Flamenco eigentlich aus der Situation heraus entsteht, so ist die „Vorführung“ im „El Arenal (36 Euro inkl. einem Drink pro Kopf) auf höchstem Niveau und ebenfalls absolut empfehlenswert. Aus rechtlichen Gründen verzichten wir an dieser Stelle Bilder des Events hier zu zeigen. Müsst ihr schon selber mal hin 😉

Nach zwei tollen Tagen in dieser fantastischen Stadt, die wir ganz sicher im Laufe der Zeit wieder mal besuchen werden, sollte es wieder zurück an die Küste gehen, genauer an die Küste des Nationalparks „Donana“.