Es geht weiter…

Nach Marokko waren vier Tage Tarifa genau das richtige.

2 Stunden kiten, ein bisschen lesen, durch Tarifa bummeln, sich im Cafe niederlassen und dem Treiben auf der Straße zuschauen, den Supermarkt von den vielen leckeren Sachen befreien die wir die 1,5 Monate zuvor nicht bekommen konnten – und alles, alles ganz entspannt, ohne ständig unter Beobachtung zu stehen oder laufend „hello my friend…“ zu hören. Einfach herrlich!

Nach diesen ruhigen vier Tagen treibt es uns nun weiter, denn Sevilla und Cordoba stehen noch auf „unserer Liste“.

Und da das Wetter gerade genau richtig ist für Städte-Sightseeing, ging es erst einmal gute 130 Kilometer hoch nach Rota, und weiter nach Chipiona. Hier in Chipiona soll es einen Campingplatz am südlichen Ortseingang geben. Das war mal…

Also rollen wir ein paar Hundertmeter weiter direkt ans Meer und setzen uns erst einmal zwei Stunden in die Sonne. Hier kann man übrigens auch bestens über Nacht stehen, außerhalb der Saison, versteht sich.

Wir beschließen jedoch wieder zurück nach Rota zu fahren nochmals durch die beschauliche Stadt am Meer zu bummeln und anschließend im Hafen zu nächtigen.

Direkt am Hafen ist übrigens ein Kitespot der prima bei Ost funktioniert.

Nach einer sehr ruhigen Nacht (die Polizei ist zu mindest bis Mitternacht jede Stunde ein mal Patrouille gefahren, danach haben wir geschlafen), ging es weiter hoch nach Sanlucar.

Sanlucar ist nach Einwohnern etwas mehr als doppelt so groß wie Rota (ca.60.000 vs. 25.000) und es macht Spaß durch die hübsche Stadt und trubelige Markthalle zu schlendern. Nach dem wir kurz noch in der Bodega „Argüeso“ eine Flasche vom hiesigen Manzanilla, in unserem Falle von San Leo, erworben haben ging es weiter, ohne die, so sagte man uns in der Bodega, sensationellen Langusten des Ortes zu probieren. Ziel: Carmona, ca.30 km östlich von Sevilla.

(ratet mal welche Wurst Isa dort erstanden hat? Kleiner Tipp: auch hier geht der Metzger mit dem Ernährungstrend… 🙂  )

Hier in Carmona wurde eine „Totenstadt“ mit angeblich 1.000 Gräbern vor einiger Zeit entdeckt. Man könnte auch sagen, ein Friedhof in denen Menschen in, platt gesagt, Höhlen (ok, zum Teil auch Hallen) beigesetzt wurden.

Wir fanden das alles wiedererwartend unspektakulär und eher keine Reise wert, aber das Städtchen Carmona ist es auf jeden Fall. Die Altstadt mit ihren vielen Gassen und Plätzen ist absolut sehenswert.

Übrigens: Parken und bei Bedarf sicherlich auch angenehm ruhig Übernachten kann man bestens am „Puerta de Cordoba“, grandioser Blick in die weite Ebene der Landschaft inklusive.

Nachteil: bis zu den Gräbern läuft man gut und gerne 30 bis 45 Minuten, da diese auf der anderen Seite der Stadt etwas außerhalb liegen.

Vorteil: hier parkt man ruhig und direkt am Eingang der Altstadt.

Ursprünglich war der Plan auf dem Weg nach Cordoba noch drei andere Orte die mehr oder weniger auf dem Weg liegen „mitzunehmen“, aber das machen wir auf dem Rückweg, wenn es von Cordoba nach Sevilla geht.

An diesem Tag sollte „nur noch“ der Campingplatz „El Brilliante“ in Cordoba unser Ziel sein. Der Platz liegt im Grunde mitten in der Stadt, recht ruhig gelegen in einem Wohngebiet. Aber so eine Lage hat leider auch seinen Preis: 21 Euro zzgl. sagenhaften 5 Euro Strom und das in der Nebensaison sind schon ein Wort.

Andererseits, so gerne wir frei stehen, so ungern machen wir dies in großen Städten. In sofern ist uns unsere Sicherheit die 26 Euro wert.

Und jetzt (Do., 04.02.10 / 11:19 Uhr) starten wir durch und laufen runter in die Stadt. Mal schaun wie Cordoba „so ist“…

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