Essaouira – ein guter Anfang…

Um uns hier einzuleben, braucht es am besten ein bißchen „leichte Kost“, etwas das einem ein wenig vertraut vorkommt. 25 km vor Essaouira gibt es einen netten Campingplatz der von einem Franzosen geführt wird. Er ist wirklich nett gemacht und man fühlt sich gleich ein wenig wie in Europa 🙂

Essaouira soll unsere erste Stadtbesichtigung sein, da es verhältnismäßig touristenfreundlich sein soll (nicht zu groß, überschaubar, nicht zu viel „Bedrängnis“). Und wir werden nicht enttäuscht. Die kleinen Gassen der Altstadt sind typisch marokkanisch, überall Gewürze, Fisch, Handwerk, Stoffe. On top aber ein paar eher europäische Elemente, wie einen netten Platz an dem man gemütlich einen Cafe trinken kann. Schmutzig, ja geradezu schlammig ist es auch hier, vor allen in den Gassen. Aber ok, an eine gewisse Dreckschicht muss man sich wohl gewöhnen.

Ja, wir leben uns langsam ein. Seeehr langsam…

Da sieht man nur noch Rot!

Viele Leute erzählen von einem Kulturschock wenn sie das erste Mal nach Marokko kommen. Ja, jetzt können wir es verstehen. Eine wirklich andere, sehr fremde Welt. Überall stehen Menschen am Straßenrand, warten, gehen, gucken, starren, winken, rufen. Überall ist es echt dreckig und total zugemüllt. Überall nur Sand, Schmutz, und alles eingetaucht in rote Erde. Die Menschen leben oft in Ruinen, mal in Zelten, oder einfach nur in einem Plastiktütenunterschlupf. Ständig wird man angesprochen, soll was nehmen, irgendwas kaufen.

Natürlich weiß man das alles in gewisserweise vorher. Aber es ist wie bei manch anderen Dingen auch: es zu wissen ist eins, zu erleben etwas komplett anderes.

Mit Sicherheit ist dies nur eine Seite von Marokko. Aber (leider) die die wir bis jetzt erlebt haben…