Nur 15 Kilometer trennen Welten…

Nur 15 km vom europäischen Festland entfernt, und trotzdem eine Tagesaufgabe! Die Fähre hatte mal eben 1,5 Stunden Verspätung, die Fährzeit war statt 1 Stunde (laut der Dame im Ticketshop) mal eben 1 3/4. Und die Zollabwicklung hat uns noch einmal fast 2 Stunden gekostet! Jawohl, willkommen in Marokko.

Die netten „Helfer“ am Zoll (ja, wir waren drauf eingestellt) machen ihren Job ganz gut, denn für jeden Gang wird neu abkassiert. Und ständig fällt ihnen was Neues ein. Da gibt’s nur eins: Warten. Und das ziemlich lange. Als der Typ dann am Schluss noch „Papiermoney“ haben will, reicht‘s endgültig. „Finish“ versteht auch er.

Wir rollen durch Tanger, und wissen dass wir schnell weiter wollen. Leute wollen uns anhalten, was verkaufen. Alle Türen und Fenster zu, und weiter. Wir fahren noch bis Assilah, und stellen uns auf einen bewachten Parkplatz am Zentrum. Puh! Genug für heute.

Ach ja, ein schweizer Pärchen, das wir auf der Fähre getroffen haben, steht auch mit uns wartend am Zoll und hat hier noch einen netten Teppich dabei (hinten auf die Fahrradbühne geschnallt). Später treffen wir sie in Assilah wieder und der Mann erzählt das er in Tanger mal eben – während der Fahrt – seines Teppichs entledigt wurde. Passt ganz gut dazu, dass auch wir in Tanger viele Kids gesehen haben, die durch die Autos rennen, und sich auch gerne mal hinten an ein Auto dranhängen bzw. „mitfahren“. Eine andere Welt eben.