El Puerto hat zwei neue Sherry-Freunde gewonnen!

Leute, das müsst ihr echt mal gesehen haben. So eine Bodega von innen ist schon ein Erlebnis!

Die Führung ist schönerweise auf Deutsch. Die wirklich nette Dame stellt sich vor, gutes Deutsch aber klarer spanischer Akzent. Sie heißt doch tatsächlich Helga Müller (kein Witz!) – geboren in Köln, aufgewachsen in Spanien (so klein ist die Welt!).

Nach einem kurzen Film über die Osborne Gruppe, begehen wir den „Weinkeller“, der kein Keller ist, sondern eher aus riesigen Gewölbehallen besteht, in denen Tausende von Sherryfässern lagern. Das Schwarze an den Wänden ist übrigens Schimmel, denn die Luftfeuchtigkeit in den Hallen beträgt bis zu 99%, die der Sherry zur Reifung braucht! Helga erklärt sehr anschaulich den Sherryprozess, und wir freuen uns mehr und mehr auf die Verkostung! 😉

Von trocken bis klebrig-süß ist für jeden was dabei! Wir sind uns schnell einig, dass der trockene eher was für uns ist. Und schon finden wir uns im Shop mit zwei Flaschen (+ entsprechenden Gläsern) in der Hand wieder… 🙂

Sehr interessant und lecker war’s! Haben schon überlegt, die Besichtigung regelmäßig zu wiederholen 😉 Prost!

P.S. kostet übrigens 7,50 EUR pro Person, dafür so viel Sherry wie man bei der Verkostung schafft + zwei kleine Flaschen als „Andenken“.

P.S.2 Osborne ist übrigens die Firma die die vielen schwarzen Stiere in der spanischen Landschaft aufgestellt hat. Eine wahnsinnig gute Marketingaktion – denn heute sind diese Stiere untrennbar mit Spanien verbunden!

Der Shop…

Und am Womo muss die Beute dann ja noch mal verkostet werden… 😉

Ach ja … heut das vierte Törchen aufgemacht 🙂

Cadiz…

… ist schon aufgrund seiner Lage auf der Landzunge einen Besuch wert. Man darf sich nur nicht vorher abschrecken lassen. Denn fährt man nach Cadiz rein, rollt man einige Kilometer durch die Hochhausschluchten der Neustadt. Und man denkt „Oje, das ist Cadiz?“.

Und dann kommt man zur alten Stadtmauer und zur Altstadt. Und finden sich schnell im Gassengewirr der Stadt wieder. Das ist auch das was das Stadtbild ausmacht, die unendlich langen, schmalen Gassen. Keine gigantischen Shoppingmeilen. Nur diese Gassen, mit kleinen Läden und unzählbar vielen Cafes, die zumeist nicht schön und modern daherkommen, sondern sehr einfach, fast schon spartanisch, klein, teilweise etwas dunkel. Eben mit einem ganz eigenen Charme. Hier und da tauchen kleine Plätze auf, die mit wieder neuen Cafes und Restaurants locken.

Auf dem Rückweg fahren wir durch die Neustadt am Strand entlang, und entdecken den unglaublich langen Strand der Stadt (insgesamt 9 Kilometer!). Um diese Jahreszeit ist kaum was los, die vielen Restaurants und Bars an der Promenade haben teilweise geschlossen. Ein paar Kiter sind auf dem Wasser.

Cadiz beeindruckt durch seinen eigenen Charme und die Ruhe in der Altstadt. Wer Trubel und Shopping will, ist hier falsch. Wer eine authentische spanische Stadt sehen will, richtig! (Natürlich alles aus der Betrachtung der Nebensaison, die wir schon immer der Hauptsaison vorgezogen haben!)

Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher nach Valdelagrana, kurz vor El Puerto. Angeblich der Kitestrand der Region. Man merkt’s….

Prost… äh, SALUD! Bienvenido im Sherry-Dreieck.

Wir sind in der Region angekommen, die weltweit als Einzige Sherry produziert (zumindest unter der offiziellen Bezeichnung Sherry), genannt das Sherry-Dreieck. Nur hier findet man entsprechende klimatische Bedingungen. Es besteht aus den drei Städten El Puerto de Santa Maria, Sanlucar und Jerez de la Frontera (wer bei Gelegenheit mal auf eine Spanienkarte schaut, wird das Dreieck erkennen… 😉

In El Puerto finden wir einen netten Campingplatz. Von hier sind es nur ca. 15km bis Jerez (gesprochen Cheres) und ca. 20km nach Cadiz.

Die Stadt ist toll weil kaum vom Tourismus geprägt. Eher ursprünglich. Ungeschönt. Das Zentrum ist bestimmt von einer kleinen, netten Einkaufsstraße, und einer Promenade mit ein paar Restaurants und Bars. Man hat das Gefühl als wäre man ziemlich nah dran am normalen spanischen Alltag.

Die gesamte Gegend wird übrigens kaum vom internationalen Tourismus sondern eher von den spanischen Urlaubern genutzt.

 

 

 

Dass es sich hier um eine DER Sherry-Städte handelt, merkt man an jeder Straßenecke: eine Bodega (span. für Weinkellerei) nach der anderen. Wir entschließen uns, bei Osborne eine Reservierung für eine Besichtigung zu machen. Das wird ein Spaß! Prost! 🙂